5 Jahre Crowdinvesting: 5 Trends und Fakten zur Zukunft der Branche

In den fünf Jahren seit Einführung des Crowdinvestings konnte ein Anstieg von Co-Finanzierungen festgstellt werden. Auch gab es eine zunehmende Professionalisierung der Anleger sowie mehr Sicherheit dank vollreguliertem Markt. Das Interesse an innovativen Ideen ist zudem ebenfalls gestiegen.

Berlin, 22. August 2017. Zum fünfjährigen Jubiläum der Crowdinvesting-Plattform Companisto stellen die beiden Gründer und Geschäftsführer Tamo Zwinge und David Rhotert fünf Trends und Fakten zur Zukunft der Branche auf. Companisto ist mit 56 Prozent Marktanteil Marktführer in Deutschland und einer der größten Plattformen in Europa. Insgesamt wurden über 40 Millionen Euro Wagniskapital für Startups ermöglicht. Companisto war sowohl 2015 als auch 2016 aktivster privater Wagniskapitalgeber in Deutschland.

Crowdinvesting-Trends

Trend 1

„Vermehrte Co-Finanzierungen: Companisto etabliert sich zunehmend als zuverlässiger Co-Finanzierer in größeren Wagniskapitalfinanzierungsrunden. Die Crowd, Business Angels und Venture-Capital-Geber setzen auf Zusammenarbeit. Beispiele aus den letzten drei Monaten sind die Kampagnen REPLICATE ® System, copaltec oder MeineSpielzeugkiste. Bei letzterer werden gemeinsam über 2 Millionen Euro investiert.“

Trend 2

„Zunehmende Professionalisierung der Anleger: Eine aktuelle Umfrage von Companisto unter 2300 Investoren zeigt: 95 Prozent der Crowd-Investoren sind erfahrene Anleger. Entgegen der oftmals vertretenen Meinung, dass insbesondere unerfahrene Kleinanleger beim Crowdinvesting zu riskanten Anlagen „verführt“ werden, ist der typische Investor anlageerfahren, gut informiert und sucht die Balance zwischen Innovation und Rendite.“

Trend 3

„Mehr Sicherheit dank vollreguliertem Markt: Seit 2012 hat ein Wandel hin zu einem stark regulierten Markt u.a. gemäß des Kleinanlegerschutzgesetzes und seiner Novelle stattgefunden. Für Plattformen und Emittenten bedeutet das mehr Sicherheit.
Nun gilt es in einen Dialog mit Politik und Bafin darauf hinzuweisen, dass die verabschiedeten Maßnahmen praxisnah bleiben. Intensive Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit sind dafür unerlässlich.“

Trend 4

„Verstärkte Förderungsdiskussion: Im Gegensatz zu Großbritannien und Frankreich, wo Investitionen in Startups steuerlich stark gefördert werden, gibt es in Deutschland lediglich das unglücklich ausgestaltete INVEST-Programm. Private Investoren, die über Crowdinvesting investieren, profitieren nicht davon. Eine Ausweitung auf Crowdinvesting ist wesentlich für eine Verbesserung der Finanzierungssituation von Startups. In den letzten fünf Jahren wurden laut Crowdinvest Monitor fast 100 Mio. Euro in Startups und Energieprojekte investiert. Eine Nachfrage besteht folglich, nun gilt es Förderprogramme für Privatinvestoren auszubauen.“

Trend 5

„Steigendes Interesse an Innovation: Die steigenden Quoten der TVShow „Die Höhle der Löwen“ sind nur ein Beispiel dafür, dass sich die Leute für junge Unternehmen und neue Ideen interessieren. Die von media:net und Companisto durchgeführte Forsa-Umfrage zeigt: 50 Prozent aller befragten Berliner würden sich mittels Crowdinvesting an einem Startup beteiligen und auch abseits von Berlin gibt
es ein allgemeines Interesse an Startup-Investitionen.“