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Commerzbank führt Negativzinsen ein

Unternehmen mit entsprechendem Guthaben auf der Bank müssen demnächst Negativzinsen bei der Commerzbank bezahlen. Das bestätigte die teilverstaatlichte Bank auf Anfrage. Als erste Bank hatte die Thüringer Skatbank diese Gebühr eingeführt, was auf großes Unverständnis stieß.

 

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Frankfurt/Main, 20.11.2014 – Diese „Guthabengebühr“, die auch Negativzins genannt wird, behalte sich die Commerzbank „bei einzelnen großen Firmenkunden mit hohen Guthaben sowie bei Großkonzernen und institutionellen Anlegern“ vor, erläuterte ein Sprecher. Er bestätigte damit einen Bericht des „Wall Street Journal Deutschland“. Sparen wird also bestraft.

Als Begründung gab der Sprecher den Schritt mit den negativen Einlagenzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB)an. Diese verlangt von Finanzinstituten, die Geld bei ihr parken, derzeit 0,2 Prozent Zinsen – anstatt selbst einen Zins zu zahlen. Diese Maßnahme soll Banken anhalten, überschüssiges Geld als Kredit an Unternehmen und Verbraucher zu geben und so die Konjunktur zu fördern. So tagesschau.de

Privatkunden von Negativzinsen ausgenommen

Privat-, Geschäfts- und mittelständische Firmenkunden haben hingegen Glück, so seien für diese Kundenkreise „grundsätzlich keine negativen Zinsen geplant“. Bislang ist die Commerzbank die einzige deutsche Großbank, die diese Strafgebühr einführen will. Der Chef der HypoVereinsbank (HVB), Theodor Weimer, hatte vor kurzem noch erklärt, dass so lange er an der Spitze der HVB stehe es keine negativen Zinsen geben werde. „Egal, wer zu uns kommt, er wird dafür nicht bestraft.“ Nach Angaben der FAZ überlegt auch die Deutsche Bank sogenannte Negativzinsen einzuführen.

Die Deutsche Skatbank, Direktbank-Tochter einer kleineren Volksbank, hatte für Aufregung gesorgt, weil sie den Negativzins seit November an Kunden weitergibt – bei Gesamteinlagen von mehr als drei Millionen Euro.