Koffer voller Geld

Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung: Strengere Regelung ab 2015

Ab dem 1. Januar 2015 gelten strengere Regeln für eine Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung. Wer also noch vor dem Inkrafttreten dieser Reform mit einer Selbstanzeige in die Steuerehrlichkeit zurückkehren möchte, der hat nur noch gut zwei Monate Zeit.

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Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung Thorben Wengert_pixelio.de

Köln, 29.10.2014 – Eine Selbstanzeige braucht eine gute Vorbereitungszeit. Deshalb sollten sich Personen, die sich mit dem Gedanken einer Selbstanzeige tragen, beeilen. Denn mit Beginn des neuen Jahres gelten für das Verfahren strengere Regeln.

Wie anwalt24.de erklärt, muss die Selbstanzeige gestellt werden bevor die Behörden Ermittlungen aufgenommen haben. Zudem müssen alle Unterlagen vollständig eingereicht werden. Das bedeutet, dass dem zuständigen Finanzamt alle steuerrechtlich relevanten Konten und Daten aus den vergangenen fünf Jahre vorgelegt werden müssen. Um diese Unterlagen zusammen zu stellen, muss entsprechend Zeit eingeplant werden. Zu den Unterlagen gehören Auszüge von den Banken, Spesen und Bearbeitungsgebühren der Banken. Zwar kann die Summe der hinterzogenen Steuern zunächst auch geschätzt werden, doch diese Schätzung sollte schon sehr genau und vor allem nicht zu niedrig sein. Auch um einen Überblick zu bekommen, sind die Bankunterlagen wichtig.

 Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung nur mit vollständigen Unterlagen

Eine Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung kann nur mit vollständig abgegebenen Unterlagen zu einer Straffreiheit führen. Daher sollte eine Selbstanzeige mit fachlicher Hilfe erstellt werden. Auch kleine Fehler können dazu führen, dass die Selbstanzeige nicht wirksam ist.

Derzeit kann eine Selbstanzeige noch bis zu einer Summe von 50.000 Euro hinterzogener Steuern völlig straffrei wirken. Bei höheren Beträgen wird ein Strafzuschlag erhoben. Ab 2015 sinkt diese Grenze voraussichtlich auf 25.000 Euro und die entsprechenden Strafzuschläge bei höheren Hinterziehungsbeträgen steigen an. Außerdem muss die Steuererklärung nicht mehr nur für die vergangenen fünf, sondern für zehn Jahre korrigiert werden.

Dass die Vorgehensweise entscheident ist, zeigen prominente Beispiele, wie Beraternews.net berichtete.