Bundesverfassungsgericht billigt begrenzten Abzug der Altersvorsorgeaufwendungen

Das Bundesverfassungsgericht hat zwei Verfassungsklagen gegen den versagten Abzug von Altersvorsorgeaufwendungen als vorweggenommene Werbungskosten abgelehnt.

Göttingen, 12.08.2016 – In der Begründung des Bundesverfassungsgerichts heißt es, Altersvorsorgeaufwendungen sind und bleiben einkommensteuerliche Sonderausgaben. Sie könnten nicht in vollem Umfang Werbungskosten sein, da sie sowohl vermögensbildend als auch versicherungstypisch sind.

Interessant dabei ist, das BVerfG merkte in seinem Urteil ausdrücklich an, dass eine Verletzung des Doppelbesteuerungsverbots in der Aufbauphase nicht gerügt werden kann. Sie kann erst in den Veranlagungszeiträumen der Rentenbesteuerung zum Gegenstand der verfassungsrechtlichen Beurteilung gemacht werden, so die Richter. Damit ist die Saat für kommende Klagen der künftigen Rentnergeneration gelegt.

Hinweis:
Bewahren Sie Ihre Steuerbescheide auf. Damit können Sie in der späteren Rentenphase beweiskräftig nachweisen, in welcher Höhe Sie Rentenversicherungsbeiträge aus versteuertem Einkommen gezahlt haben.

Quelle Europaverband der Selbstständigen – Deutschland e.V.