Elektronische Steuererklärung verpflichtend

Gewerbetreibende, Land- und Forstwirte sowie Privathaushalte mit Fotovoltaik-Anlagen oder Gewinneinkünften aus Nebenerwerb über 410 €, wie z. B. Nebenerwerbslandwirten müssen ab diesem Jahr ihre Steuererklärungen ausschließlich elektronisch abgeben. 

Koblenz, 31.08.2016 – Die gesetzliche Pflicht zur elektronischen Abgabe besteht bereits seit 2011. Bisher wurde auch die Papierform akzeptiert. Das ändert sich ab diesem Jahr. Halten sich Gewerbetreibende, Land- und Forstwirte sowie Privathaushalte mit Fotovoltaik-Anlagen oder Gewinneinkünften aus Nebenerwerb nicht daran, müssen sie mit Verspätungszuschlägen rechnen.

Härtefall bildet die Ausnahme

Sofern kein Härtefall vorliegt bedeutet dies, dass eine in Papierform eingereichte Steuererklärung als nicht abgegeben gewertet wird. Dabei muss mit Verspätungszuschlägen gerechnet werden. Diese können bis zu zu 10 Prozent der festgesetzten Steuer betragen und werden nach Ablauf der Abgabefrist erhoben.

Als Härtefall gilt, wer beispielsweise die erforderliche technische Ausstattung mit PC und Internetanschluss nicht besitzt und diese nur mit erheblichem finanziellen Aufwand anschaffen kann. Auch wessen Kenntnisse und persönlichen Fähigkeiten zum Umgang mit der Steuer-Software nicht oder nur eingeschränkt vorhanden sind, darf weiterhin in Papierform abgeben. Diese Härtefälle müssen allerdings im Vorfeld überprüft und genehmigt werden.