Firmenwagen statt Gehalt

In vielen Unternehmen ist die Gehaltsumwandlung bereits eine beliebte Methode. Dabei erhalten Mitarbeiter einen Firmenwagen, müssen aber die Kosten für das Leasing und die pauschalisierten Kosten im Wesentlichen selbst tragen. Dafür können sie mit einer Steuerersparnis rechnen sowie mit günstigen Leasingraten und Versicherungsprämien.

Göttingen, 24.08.2016 – Bei der Gehaltsumwandlung wird ein Teil des Bruttogehalts in den Sachbezug „Firmenwagen“ umgewandelt. Bewertet wird er dann nach der Pauschalmethode oder der Fahrtenbuchmethode. Laut Bundesfinanzhof (BFH) ist diese Form gebilligt (Aktenzeichen VI B 83/97).

Das Gehalt wird also um die zu tragenden Kosten für den Firmenwagen herabgesetzt (reduzierter Barlohn) und gleichzeitig um den ermittelten privaten Nutzwert erhöht (Sachbezug). In dieser Folge unterliegt nur der tatsächlich ausgezahlte Barlohn zuzüglich des geldwerten Vorteils für die Kfz-Überlassung dem Lohnsteuerabzug.

Dienstliche Fahrten als Werbungskosten?

Laut Finanzgericht Berlin-Brandenburg können dienstliche Fahrten nicht als Werbungskosten geltend gemacht werden. Genauso wenig wie der monatliche Gehaltsverzicht als Gegenleistung für das Fahrzeug im Rahmen der Werbungskosten abgesetzt werden kann (Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg, Aktenzeichen 9 K 9317/13).

Werbungskosten sind Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen. Sie sind bei der Einkunftsart abzuziehen, bei der sie entstanden sind. Das heißt es liegen keine Werbungskosten vor, wenn man auf Einnahmen verzichtet. In diesem konkreten Fall aufgrund der einvernehmlichen Umwandlung von Barlohn in Sachlohn. Denn der nach der Ein-Prozent-Pauschalmethode versteuerte Sachbezug führt nicht zur Zulässigkeit eines (anteiligen) Werbungskostenabzugs in Bezug auf die mit dem Fahrzeug durchgeführten Dienstfahrten.