Geld im Wert von 8,50 €

Mindestlohn für Minijobs ab 1. Januar 2015

Zum 1. Januar 2015 soll der Mindestlohn von 8,50 € auch für Minijobs gelten. Bis zu diesem Termin sollten Unternehmen, die Minijobber beschäftigen, überprüfen, ob durch den im Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Tarifautonomie geregelten Mindest­lohn die Entgelt­grenzen überschritten werden.

 

Mindestlohn Andreas Hermsdorf_pixelio.de
Mindestlohn Andreas Hermsdorf_pixelio.de

Berlin, 10.06.2014 – Werden die Grenzen des Jahresentgeltes durch den geregelten Mindestlohn überschritten, handelt es sich nicht mehr um einen beitragsfreien Minijob. Unternehmen, die bereits heute den gesetzlich geregelten Mindestlohn bezahlen, müssen keine Überprüfung vornehmen.

Prüfen müssen all die Unternehmen bei denen ab Jahresbeginn 2015 die jährliche Entgeltgrenze von 5400 Euro überschritten wird. Wird die Überprüfung unterlassen, kann ein Minijob schnell zu einem versicherungspflichtigen Job werden. Auch Vorsicht bei Einmalzahlungen. Diese können am Ende die 5400 Euro ebenfalls überschreiten.

 Vermeidung von Überschreitungen durch Mindestlohn bei Minijobs

Die Überschreitung der Entgeltgrenze durch die Zahlung von Mindestlohn für Minijobs lässt sich vermeiden, indem man entweder die Arbeitsstunden entsprechend reduziert oder auf die Einmalzahlung verzichtet. Für beide Anpassungen ist die Änderung des Minijob-Vertrages mit dem Arbeitgeber erforderlich. Dies kann durch eine Vertragsergänzung geschehen oder dadurch, dass der bisherige Arbeitsvertrag durch einen neuen ersetzt wird. Die Schriftform empfiehlt sich immer, schon aus Beweisgründen.

Eine Alternative zur Reduzierung der Stundenanzahl oder zum Verzicht auf die EZ wäre die Erwägung, ob das Unternehmen gleich vom Minijob zum Midijob wechselt.

Mehr Informationen gibt es beim Verband der Rechtsjournalisten e.V. unter www.arbeitsrechte.de