Was ist bei der Steuererklärung 2017 zu beachten?

Wer sich jetzt mit der Steuererklärung fürs vergangene Jahr auseinandersetzt und die Unterlagen zusammensucht, der sollte folgende Punkte dabei berücksichtigen.

Göttingen, 15.01.2018 – 2017 sind einige Punkte hinzugekommen, die die Steuererklärung beeinflussen könnte

Grundfreibetrag

Der Grundfreibetrag beträgt seit dem 1. Januar 2017 8.820 Euro. Als Ausgleich der 2014 und 2015 entstandenen kalten Progression werden zusätzlich die Eckwerte des Steuertarifs um 0,73 % angehoben. Das entspricht der Inflationsrate des Jahres 2016 und führt ab 2017 zu einer zusätzlichen Steuerentlastung. Der Eingangssteuersatz von 14 Prozent bleibt konstant.

Belege

Das Finanzamt fordert Belege nur noch bei Bedarf an. Belege müssen also nicht mehr einreichen. Das gilt insbesondere für Spendenquittungen. Aus der Vorlagepflicht wird damit eine Aufbewahrungspflicht.

Falsche Daten

Viele Daten werden mittlerweile elektronisch an das Finanzamt übermittelt, zum Beispiel die Höhe der Rentenzahlungen, Lohnersatzleistungen und Krankenversicherungsbeiträge. Stellt sich heraus, dass die übermittelten Daten falsch sind, muss der Steuerbescheid jetzt aufgehoben oder geändert werden – auch dann, wenn die Einspruchsfrist abgelaufen ist.

Behinderten-Pauschbetrag

Wenn eine Behinderten-Pauschbetrag in Anspruch genommen wird, müssen dem Finanzamt entsprechende Unterlagen zu der Behinderung vorlegt werden. In Zukunft ist dieser Nachweis nicht mehr jedes Jahr nötig, sondern nur noch erforderlich, wenn Sie den Behinderten-Pauschbetrag zum ersten Mal beantragen oder sich etwas ändert (z. B. Grad der Behinderung) oder das Finanzamt diesen anfordert.

Kindergeld und Kinderfreibetrag

2017 gab es für das erste und zweite Kind ein Kindergeld in Höhe von 192 Euro, für das dritte Kind 198 Euro und für das vierte und jedes weitere Kind je 223 Euro. Der Kinderfreibetrag fiel mit 4.716 Euro ebenfalls etwas höher aus. Der Erziehungsfreibetrag blieb unverändert bei 2.640 Euro. Der Kinderzuschlag wurde ab dem 1.1.2017 auf 170 Euro monatlich angehoben.

Unterhaltsvorschuss

Für Kinder von bis zu fünf Jahren gab es ab 1.1.2017 einen Unterhaltsvorschuss von 152 Euro pro Monat, für ältere Kinder von 203 Euro pro Monat.

Unterhaltshöchstbetrag

Entsprechend der Änderung beim Grundfreibetrag erhöhte sich auch der Unterhaltshöchstbetrag auf 8.820 Euro. Durch die Erhöhung können auch höhere Unterhaltsleistungen steuerlich geltend gemacht werden.