Weihnachtsfeier in der Firma – Wann das Finanzamt mitfeiert

Weihnachten rückt näher und damit auch die Weihnachtsfeier in der Firma. Damit lästige Steuern die Vorfreude nicht trüben, sollten einige Bedingungen beachtet werden. Welche das sind hat die Buhl Tax Service GmbH kurz und knapp zusammen gestellt.

Mannheim, 11.12.2018 – Steuerfrei in der Firma feiern? Das geht. Und zwar wenn bestimmte Bedingungen berücksichtigt werden. Grundsätzlich können Arbeitnehmer bis zu zwei Firmenveranstaltungen im Jahr steuerfrei besuchen, sofern die Zuwendungen des Arbeitgebers unterhalb des Freibetrags von 110 Euro inklusive Umsatzsteuer pro Veranstaltung bleiben. Diese sind dann auch sozialversicherungsfrei.

Ab 2015 wurde aus der „Freigrenze“ ein „Freibetrag“ von 110 Euro. Fällt die Feier großzügiger aus, ist nur der übersteigende Betrag zu versteuern – nicht mehr der gesamte Betrag.

Statt individueller Besteuerung kann der Arbeitgeber den Mitarbeiter einspringen und den steuerpflichtigen Vorteil pauschal mit 25 Prozent versteuern. So lassen sich zumindest die Sozialabgaben für Mitarbeiter und Chef vermeiden.

Was zählt als Zuwendung?

Als Zuwendung gelten alle Aufwendungen des Arbeitgebers für die Weihnachtsfeier. Ob die Kosten einem Arbeitnehmer individuell zugerechnet werden oder, ob sie in einem rechnerischen Anteil an den Kosten der Weihnachtsfeier bestehen, ist unerheblich.

Die Kosten umfassen neben dem Catering auch die Kosten für die Raummiete, den Eventmanager, die Band usw. Auch Geschenke – unabhängig von ihrem Wert – werden erfasst.

Die Gesamtkosten werden durch die Zahl der teilnehmenden Gäste geteilt. Feiern Angehörige des Arbeitnehmers mit, werden die anteiligen Aufwendungen der Begleitperson dem Arbeitnehmer zugerechnet. Das bedeutet, dass die Begleitperson keinen eigenen Freibetrag erhält.

Hin und Rückfahrt zählen dazu

Grundsätzlich gilt: Die Kosten für den Hin- und Rückweg des Arbeitnehmers vom Unternehmen zum Ort des Geschehens sind Teil der Zuwendungen. Deshalb müssen sie auf den Freibetrag von 110 Euro angerechnet werden.

In Ausnahmefällen werden diese Kosten als Reisekosten des Arbeitnehmers behandelt. Die Voraussetzung dafür ist, dass

  • die betriebliche Weihnachtsfeier außerhalb der ersten Tätigkeitsstätte des Arbeitnehmers stattfindet,
  • die Anreise der Teilnahme an der Betriebsveranstaltung dient und
  • die Organisation dem Arbeitnehmer obliegt.

Dann darf der Arbeitgeber die Fahrkosten und Verpflegungspauschbeträge sowie ggf. Übernachtungskosten nach Reisekostengrundsätzen steuerfrei ersetzen. Alternativ kann der Arbeitnehmer den entsprechenden Betrag als Werbungskosten absetzen.