Wegeunfälle bei jungen Berufstätigen vermeiden

17 Prozent der jungen Berufstätigen hatten schon einmal einen Wegeunfall. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa, die zwischen dem 16. August und dem 11. Oktober 2017 durchgeführt wurde. Befragt wurden 1.006 Personen zwischen 16 und 25 Jahren.

Berlin, 16.11.2017 – Fast ein Drittel (31 Prozent) der 16- bis 25-Jährigen sind auf ihrem Weg zur Arbeitsstelle oder Ausbildungsstätte schon einmal in eine gefährliche Situation geraten. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage für das Präventionsprogramm „Jugend will sich-er-leben“ (JWSL) im Auftrag der Landesverbände der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

Auch das Thema „Ablenkung“ war Teil der Umfrage. So gaben über ein Drittel (37 Prozent) der jungen Menschen an, dass sie sich manchmal unkonzentriert fühlen, mit den Gedanken woanders sind oder durch anderes, wie das Smartphone, abgelenkt seien. Hier zeigt sich die derzeit steigende Relevanz des Themas „Ablenkung“.

Jeder sechste junge Berufstätige (17 Prozent) hatte schon einmal einen Wegeunfall. Viele junge Menschen sind unsicher, ob ein Wegeunfall meldepflichtig und welcher Arzt zuständig ist. Die Hälfte (50 Prozent) der Befragten wissen nicht, dass sie sich bei einem von der Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse zugelassenen Durchgangsarzt behandeln lassen müssen. Laut der Umfrage wünschen sich über zwei Drittel (69 Prozent) der 16- bis 25-Jährigen mehr Informationen zum Thema „Wegeunfälle“.

„Gefährdungen erkennen, Wegeunfälle verhindern“

Das Präventionsprogramm „Jugend-will-sich-er-leben“ für Berufsschüler und Berufsschülerinnen widmet sich in diesem Jahr dem Thema „Gefährdungen erkennen, Wegeunfälle verhindern“.

42,4 Prozent der tödlichen Straßenverkehrsunfälle in der Schüler-Unfallversicherung entfallen auf Berufsschülerinnen und Berufsschüler. Sie gehören damit bei Wegeunfällen zu der Risikogruppe Nummer 1. Auszubildende auf die Gefährdungen im Straßenverkehr aufmerksam zu machen sowie Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, wie gefährliche Situationen vermieden werden können, ist daher eine wichtige Aufgabe für das Präventionsjahr 2017/18.

JWSL bietet ein Medienpaket aus Unterrichtskonzept, Unterweisungskonzept, vier „Youtube-Clips“, fünf Animationsfilme, Wettbewerb und Preisausschreiben zum Einsatz von Lehrkräften und Ausbildern an Berufsschulen und in Betrieben.

Es geht um die Themen:

  • Ablenkung im Straßenverkehr
  • Risikowahrnehmung
  • Emotionen und Fahrverhalten
  • Basiswissen Wegeunfall

Über „Jugend will sich-er-leben“

JWSL ist das größte branchenübergreifende Präventionsprogramm für Auszubildende. Es wird über die Landesverbände der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) allen Berufsschulen in Deutschland angeboten und erreicht bis zu 800.000 junge Beschäftige.

Alle Informationen und Materialien sind unter www.jwsl.de abrufbar.