Stabile 5,2 Prozent Künstlersozialabgabe in 2016

Wie auch in diesem Jahr, wird die Künstlersozialabgabe in 2016 bei 5,2 Prozent bleiben. Das zeigt die aktuelle Künstlersozialabgabe-Verordnung.

Künstlersozialabgabe 2016 _Tim Reckmann_pixelio.de
Künstlersozialabgabe 2016 _Tim Reckmann_pixelio.de

Berlin, 14.08.2015 – Am 29. Juli wurde die neue Künstlersozialabgabe-Verordnung an Verbände und Länder zur Stellungnahme versandt. Nach einer intensiven Überprüfung der Deutschen Rentenversicherung und der Künstlersozialkasse bei den Arbeitgebern, gebe es eine gerechte Lastenverteilung zwischen den Unternehmen und damit eine solide Finanzbasis für die Künstlersozialkasse, so das Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Wer muss in die Künstlersozialkasse zahlen?

Der Begriff „Künstler“ ist weit gefasst. Darunter fallen beispielsweise selbstständige Grafiker, Texter oder Webdesigner. Der Auftraggeber zahlt dann eine Zwangsabgabe an die Künstlersozialkasse und leistet damit einen „Arbeitgeberanteil“ zur Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung.

Auch wenn ein Auftrag an eine Gesellschaft des bürgerlichen Rechts (GbR oder BGB-Gesellschaft), eine OHG oder eine Partnerschaftsgesellschaft vergeben wird, müssen Künstlersozialabgaben gezahlt werden.

Dagegen sind Aufträge nicht abgabepflichtig, die an eine GmbH, GmbH & Co. KG oder eine Limited vergeben werden. Seit 2015 gilt außerdem die Regelung, dass keine Abgaben gezahlt werden müssen, wenn die Auftragssumme 450 Euro in einem Kalenderjahr nicht übersteigt

Wer ist durch die Künstlersozialkasse versichert?

Aktuell werden rund 180.000 selbstständige Künstler und Publizisten in Deutschland über die Künstlersozialversicherung als Pflichtversicherte in den Schutz der gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung einbezogen.

Die Künstler und Publizisten tragen die Hälfte, wie fest eingestellte Arbeitnehmer, die Hälfte ihrer Sozialversicherungsbeiträge. Die andere Hälfte wird durch einen Bundeszuschuss (20 Prozent) und durch die Künstlersozialabgabe der Unternehmen (30 Prozent), die künstlerische und publizistische Leistungen verwerten, finanziert.