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Überversichert – oder unterversichert?

Die Frage nach der richtigen Versicherung ist gerade für Selbstständige und Unternehmer nie ganz einfach zu beantworten. Was brauche ich, was brauche ich nicht?

Überversichert? Pixabay
Überversichert?
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Göttingen, 3. Dezember 2015 – Das Problem: Als Selbstständiger und Unternehmer muss man sich um alles selbst kümmern, ob es um private oder betriebliche Absicherungen geht. Zum Beispiel die Pflichtversicherungen: Seit 2009 gilt auch für Selbstständige eine Krankenversicherungspflicht, entweder in der gesetzlichen Krankenkasse oder in der Privaten. Dazu kommen KFZ- Versicherung und je nach Berufsstand noch die Pflicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen. Informationen dazu bietet die Deutsche Rentenversicherung auf ihrer Homepage an.

Was ist sinnvollerweise versichert?

Neben den „must haves“ bleibt die Frage, was sollte ich besser absichern und was muss ich nicht unbedingt abschließen?

Da ist zum einen die Haftpflichtversicherung, die steht dafür gerade, wenn anderen ein Schaden entsteht, den man selbst verursacht hat. Eine Privathaftpflicht ist in jedem Fall sinnvoll, für Unternehmer ist die Versicherung zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber im Grunde ein Muss! Gegebenenfalls sogar Pflicht ist eine Betriebs-/ Berufshaftpflichtversicherung. Aber auch hier gilt: Informieren Sie sich über die Möglichkeiten und Konditionen, viele Versicherer setzen auf günstige Tarife, dafür aber auf hohe Beteiligungen im Schadensfall, sogenannte Selbstbehalte. Dazu kommen sogenannte Sublimits, das bedeutet, das innerhalb des Versicherungsvertrages andere Obergrenzen gelten können, wenn in der Privat-Haftpflichtversicherung eine Versicherungssumme bis 15 Millionen EUR versichert ist, aber die mitversicherten Mietsachschäden nur bis zu einem Sublimit von 150.000 EUR bezahlt werden. Hier gilt: Erst informieren, dann abschließen. Was auf den ersten Blick günstiger ist, ist nicht immer besser! Eine zweite, für Selbständige enorm wichtige Versicherung ist die Berufsunfähigkeitsversicherung. Dazu kommt sinnvollerweise eine Krankentagegeldversicherung. Angestellte haben es da einfacher- Selbstständige sollten sich rechtzeitig selbst darum kümmern. Denn auch hier gilt: Der frühe Vogel fängt den Wurm. Nur wer rechtzeitig einen Vertrag abschließt hat ein aus Sicht des Versicherers geringes Erkrankungsrisiko und damit vernünftige Vertragskonditionen. Individuelle Angebote gibt es dazu bei nahezu allen großen Versicherungen, zum Beispiel hier.

Überversichert? Für Unternehmer darf es etwas mehr sein!

Selbstständige sollten nach dem Motto vorgehen: Eher zu viel versichern- als zu wenig. Grundsätzlich gilt: Werte, Maschinen, Waren und Vorräte gehören abgesichert. Ebenso der Firmenertrag, dazu gibt es individuelle Betriebsunterbrechungsversicherungen, Ertragsausfallversicherungen oder Warenkreditversicherungen. Alle anderen Versicherungen wie eine Sachversicherung, Krankenzusatzversicherung, Auslandsreisekrankenversicherung, Rechtsschutzversicherung oder Unfallversicherung (zum Beispiel für Selbstständige, die viel auf Reisen sind) hängen vom persönlichen Sicherheitsbedürfnis ab.

Glauben ist gut- Vergleichen ist besser

Viele Portale bieten einen Vergleichsservice oder Rankings von Versicherungen. Das jedes Unternehmen von sich selbst behauptet, das jeweils Beste am Markt zu sein, ist nur natürlich. Dank Digitalisierung ist dies relativ schnell nachprüfbar. Das Analyseinstitut Morgen & Morgen bietet zum Beispiel eine umfassende Übersicht von bewerteten Versicherungen an, die Ergebnisse lassen sich praktischerweise als pdf- Datei herunterladen und abspeichern. Rankings zum Thema Berufsunfähigkeitsversicherungen finden Sie hier.