Sicherheit beim Verlust der Kreditkarte

Wenn die Karte weg ist: Auf Geschäftsreise plötzlich ohne Geld

Allen guten Ratschlägen von Sicherheitsexperten zum Trotz kommt es doch immer wieder einmal vor, dass eine Kreditkarte oder Bankkarte abhanden kommt. Das ist in der Heimat schon ärgerlich und mit einem hohen Aufwand an Meldungen, Protokollen und Anrufen verbunden – auf Geschäftsreise im Ausland ist das noch einmal eine ganz andere Dimension.

Göttingen, 24.03.2017 – Die Möglichkeit des Verlustes der Zahlungsmittel im Ausland verursacht bei Reisenden schon vor Antritt der Reise ein schlechtes Gefühl. Was tun, wenn kein Bargeld da ist, die Karte verschwunden ist und sich womöglich diese jemand angeeignet hat?

Vorgehen wie zu Hause: sofort Karte sperren

Im Prinzip ist das Vorgehen im Ausland nicht anders als in der Heimat. Ist die Karte verschwunden, sollte sie sofort gesperrt werden. Ganz egal, ob sie verloren oder gestohlen ist: Ist sie gesperrt, ist das Geld erst einmal sicher. Wie im Inland auch ist der Sperrnotruf die erste Adresse, die informiert werden muss. Aus dem Ausland ist der Sperr-Notruf unter der Durchwahl +49 116 116 oder +49 30 4050 4050 zu erreichen.

Ist die Karte gesperrt, sollte als nächstes die Polizei informiert werden. Denn nur so kann Anzeige erstattet werden und der Missbrauch der Karte nicht nur weitgehend verhindert, sondern, falls bereits erfolgt, aufgeklärt werden. Ist eine entsprechende Anzeige bei der Polizei eingegangen, wird der Verlust der Karte an KUNO gemeldet. Das ist ein Netzwerk, in dem Polizei und Wirtschaft zusammenarbeiten, um Kartenbetrug zu verhindern.

Der nächste Schritt ist, die eigene Bank über den Verlust der Karte in Kenntnis zu setzen. Außerdem sollten die Kontobewegungen gewissenhaft kontrolliert werden, da es trotz Sperrung gelegentlich zu Missbrauch von gestohlenen Karten kommt. Übrigens bieten die Kreditkarteninstitute auch eigene Sperr-Rufnummern an, die parallel zum zentralen Sperrnotruf genutzt werden können.

Karte gesperrt, kein Bargeld – was nun?

Im Ausland ohne Geld festzusitzen kann schwierig werden. Wer auf Geschäftsreise ist, sollte auf jeden Fall mit der eigenen Firma in Kontakt treten und das Problem eingestehen. Bei einer Geschäftsreise kann es schwierig sein, sich vom eigenen Kreditinstitut eine Ersatzkarte zusenden zu lassen. Es müssen also andere Wege gefunden werden, schnell, kostengünstig und unkompliziert an Bargeld zu kommen, um wenigstens Hotelrechnungen und andere notwendige Ausgaben begleichen zu können.

Da Auslandsüberweisungen über das normale Banknetz traditionell erstens lange brauchen und zweitens extrem kostenintensiv sind, ist der internationale Geldtransfer auf diesem Weg keine Option. Seit einiger Zeit drängen neue Finanzdienstleister auf den Markt, die den internationalen Geldtransfer bis zu 90 % kostengünstiger anbieten als die Banken, schnell arbeiten, und dazu noch eine einfache Handhabung versprechen. Einer dieser Anbieter ist Azimo, ein britisches Unternehmen.

Azimo wirbt damit, Geld in 198+ Länder und 80+ Währungen versenden zu können und das in vielen Fällen innerhalb einer Stunde. Die Anmeldung ist einfach, die üblichen personenbezogenen Daten werden hinterlegt. Dann wird man vor die Wahl gestellt, in welches Land das Geld überwiesen werden soll. Bei vielen Ländern gibt es die Option, das Geld über das SWIFT-Netz auf ein Bankkonto zu überweisen, es an ein Partnerunternehmen zu schicken und abholen zu lassen, es an eine mobile Wallet oder als Handyguthaben zu transferieren. In manchen Fällen ist es sogar möglich, Barbeträge per Kurier an eine Wunschadresse liefern zu lassen. Anschließend wird der Geldbetrag eingegeben und auf den üblichen Wegen gezahlt. Der Empfänger muss sich vor Ort ausweisen können, dann kann das Geld in Empfang genommen werden. Passiert das, wird dem Sender eine Bestätigungsnachricht gesandt.

Fazit: zuverlässig, schnell und kostengünstig

Wer im Ausland auf Geschäftsreise in eine Notsituation gerät, hat also tatsächlich die Möglichkeit, relativ schnell und kostengünstig an Bargeld zu kommen. Die Reise kann also auch bei Verlust der Kreditkarte noch wie geplant beendet werden. Voraussetzung ist natürlich, dass alle Beteiligten die Nerven behalten und schnell handeln. Die neuen Finanzdienstleister im internationalen Geldtransfer sollten allerdings vor Nutzung gut ausgewählt werden: Sicher und zuverlässig arbeitende Unternehmen sind entsprechend zertifiziert und dürfen damit auch werben.