Blockchain – das gewaltige Potenzial des digitalen Datenregisters

„Be your own bank“ – Dieser Slogan hat sich im Bewusstsein aller Bitcoinenthusiasten verankert. Die Blockchain Technologie bietet fernab der Kryptowährungen wie Bitcoin, Ripple oder Ethereum, um nur die bekanntesten zu nennen, eine Vielfalt von neuen Anwendungsfeldern.

Bonn, 22.01.2018 – Blockchain-Experten sind überzeugt, dass mit der Entwicklung der dezentralen Datenbank ein neues technologisches Zeitalter eingeläutet wird. Galt der Fokus zunächst der Abbildung aller Bitcoin-Transaktionen, tun sich nun diverse Anwendungsfelder und neue Geschäftsmodelle auf. Dazu gehören Smart Contracts, eine neue Form von Verträgen, die automatisch ausgeführt werden und Manipulationen oder Menschen als Fehlerquelle ausschließen können. Die Blockchain eignet sich besonders für die Abbildung von Rechten wie Patenten, Unternehmensanteilen, aber auch Identitäten oder Hochschulabschlüssen. Im Bereich von Elektromobilität könnte die Blockchain Technologie als Abrechnungsmethode an Ladestationen für e-Autos dienen.

Fälschungssicherheit, Transparenz und Dezentralität: Diese drei Eigenschaften machen die Blockchain zu einer einzigartigen Datenbank. Insbesondere Branchen, in denen die Vertrauenswürdigkeit von Mittelsmännern eine große Rolle spielt, könnten enorm von der Weiterentwicklung der Blockchain profitieren. Das sogenannte Peer-to-Peer-Netzwerk, in welchem die Datenkette geteilt wird, schützt die Blockchain vor Manipulationen Einzelner.

Bei allen Vorteilen bleiben die bekannten Risiken überschaubar. Je intensiver die Blockchain genutzt wird, desto länger werden die in ihr enthaltenen Datensätze. Unter Umständen kann das zu einer verlangsamten Transaktionsgeschwindigkeit führen. HTGF-Geschäftsführer Dr. Alex von Frankenberg blickt der Zukunftsfähigkeit der Blockchain Technologie gespannt entgegen: „Unabhängig von den hohen Schwankungen der Kryptowährungen, technischer Herausforderungen und vielfältigen Kritiken werden Blockchain-basierte Technologien und Geschäftsmodelle in ähnliche Dimensionen vorstoßen wie die erfolgreichen Geschäftsmodelle des Internets. Ich freue mich zu sehen, wie die Anwendungsfelder der Blockchain sich in 2018 entwickeln werden. Vor allem spüren deutsche Unternehmen aller Branchen, dass sie die Möglichkeit haben, an einem führenden Technologie-Trend teilzuhaben. Und gerade für Startups bieten sich mit dieser Querschnittstechnologie viele Chancen.“

Erste Blockchain Bank geplant

Die Revolution des internationalen Geldtransfermarktes hat bereits begonnen. Das Berliner Bitcoin-Startup Bitwala hat bereits im Herbst 2017 den Start seines eigenen Token Sales verkündet und ist damit dem Ziel, die erste deutsche Blockchain Bank zu sein, ein großes Stück näher gekommen. Jörg von Minckwitz, CEO von Bitwala, erklärt, warum der Hype besonders in Deutschland das Potenzial zum überdauernden Geschäftsmodell hat: „Gerade in Deutschland haben wir als Startup einen sehr schweren Weg an die Börse und leider ist auch, wenn deutsche Unternehmungen es schaffen das Ergebnis lange nicht so gut, wie beispielsweise in den USA. ICOs bieten deutschen Startups einen Weg internationales Kapital für ihre Unternehmungen zu gewinnen und haben so Möglichkeiten, die in Deutschland schlicht vorher nicht möglich waren.“

Die diesjährige High-Tech Partnering Conference steht ganz im Zeichen des digitalen Wandels. Es erwarten Sie eine spannende Keynote über die Möglichkeiten der Blockchain Technologie von HTGF-Geschäftsführer Dr. Alex von Frankenberg sowie eine Paneldiskussion zum Thema mit der Kryptoexpertin Andrea Bauer und dem Bitwala-Gründer Jörg von Minckwitz. Die 9. Auflage der Technologiekonferenz bringt industrielle Vertreter und aufstrebende Startups zusammen, um zukünftige Kooperationen zu unterstützen.

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