Datenschutz ist zentrales Wirtschaftsthema

Ab dem 25. Mai 2018 wird die Anwendung der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) angewendet. Der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Uwe Beckmeyer, betonte anlässlich des Berufsverbandtags der Datenschutzbeauftragten Deutschlands e.V. die besondere Bedeutung der DS-GVO für datenverarbeitende Unternehmen.

Berlin, 12.05.2017 – Staatssekretär uwe Beckmeyer: „Das Thema Datenschutz ist mehr denn je ein zentrales Wirtschaftsthema. Angetrieben durch die fortschreitende Digitalisierung entstehen insbesondere im Big-Data-Bereich stetig neue, innovative Geschäftsmodelle, deren Grundlage personenbezogene Daten sind. Die Grundverordnung wird ab Mai 2018 das neue, unmittelbar anwendbare „Grundgesetz“ des europäischen Datenschutzes bilden. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, die Anwendung der Grundverordnung in Europa zu einem Erfolgsmodell zu machen und damit den Interessen der Wirtschaft sowie der Verbraucherinnen und Verbrauchern gleichermaßen gerecht zu werden.“

Der diesjährige Verbandstag stand unter dem Leitthema „Datenschutz in Europa – von der Theorie zur Praxis“. Rund 200 Datenschutzexperten aus Unternehmen, Verbänden, Politik und Aufsichtsbehörden diskutierten die am 25. Mai 2016 in Kraft getretene und ab dem 25. Mai 2018 unmittelbar anzuwendende DS-GVO. Das bestehende Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und das bereichsspezifische Datenschutzrecht werden derzeit an die Vorgaben der DS-GVO angepasst.

Handwerk begrüßt Reform des Bundesdatenschutzgesetzes

Zu der vom Bundestag verabschiedeten Reform des Bundesdatenschutzgesetzes erklärt der Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Holger Schwannecke:

„Mit der Reform des Datenschutzrechts macht der Bundestag den Weg frei für ein modernes Datenschutzrecht. Dabei ist es gelungen, Gestaltungsspielräume der europäischen Vorgaben zu nutzen, um bewährte Aspekte des bisherigen Rechts aufrechtzuerhalten. Diese Balance sorgt auch bei Handwerksbetrieben für die notwendige Rechtssicherheit. Nun sind die Länder am Zug. Die Anpassung des Datenschutzes der Länder an das Europarecht muss sich an die Reform des BDSG anlehnen. Ein rechtlicher Flickenteppich unterschiedlicher Landesgesetze würde das Ziel eines einheitlichen Datenschutzes in Europa konterkarieren. Das wäre der falsche Weg.“