DSGVO – WhatsApp-Nutzung durch Unternehmen bald rechtswidrig

Am 25. Mai tritt die neue EU-DSGVO 2018 in Kraft. Von ihr betroffen ist auch die WhatsApp Nutzung durch Unternehmen. Die legale Nutzung gestaltet sich als schwierig. Beachten Unternehmen die Vorgaben der DSGVO nicht, ist die Nutzung sogar rechtswidrig.

Potsdam, 3. Mai 2018 – Unternehmen, die für die Kommunikation mit Kunden und Mitarbeitern WhatsApp nutzen, sollten sich umgehend mit den Inhalten der DSGVO 2018 auseinandersetzen. Der Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz Cornelius Matutis aus Potsdam berät dazu persönlich.

Durch Nutzung automatischeZugriff auf Daten

Unternehmer die WhatsApp nutzen, geben WhatsApp automatisch Zugriff auf die im Handy gespeicherten Kontakte. Hierbei handelt es sich um die Übertragung personenbezogener Daten an ein Unternehmen in den USA. Grundsätzlich ist dies nur mit vorheriger Einwilligung des entsprechenden Kontaktes möglich.

Erfolgt keine Einwilligung, handelt es sich um Datenweitergabe, die gegen Art. 6I DSGVO verstößt. Zudem stellt die Weitergabe eine Auftragsdatenverarbeitung dar. Eine solche Weitergabe erfordert zwingend einen Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung zwischen Unternehmer und WhatsApp.

WhatsApp rechtwidrig genutzt?

Typischerweise wird diese Voraussetzung nicht erfüllt und Unternehmen nutzen WhatsApp rechtswidrig. RA Cornelius Matutis: „Liegt ein Auftrag zur Datenverarbeitung zwischen einem Unternehmen und WhatsApp nicht vor und hat der Unternehmenskontakt nicht in die Weiterleitung seiner Daten an WhatsApp zugestimmt, muss zwingend von der Nutzung abgesehen werden.“

Wer sein Handy privat und gewerblich nutzt, muss WhatsApp deinstallieren. Wer WhatsApp unternehmerisch nutzen möchte, sollte zumindest eine eigene SIM-Karte mit entsprechendem eigenem Kontaktkreis anfertigen, in welchem lediglich die Kontakte sind, welche einer WhatsApp Nutzung zugestimmt haben. Alternativ wird man ein eigenes Handy als Unternehmer und ein anderes Handy für seine private Kommunikation nutzen müssen.