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Russische Hacker haben Sicherheitsleck in Windows genutzt

Russische Hacker haben gezielt Computer der Nato, der EU und von Firmen, die im Energiesektor beheimatet sind, ausgespäht. Das berichtet focus.de.

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Windows Rainer Sturm_pixelio.de

Göttingen, 14.10.2014 – Ziel der Hacker war es, das westliche Militärbündnis NATO auszuspionieren. Am Montag berichtete die „Washington Post“ unter Berufung auf die Aussage der Internet-Sicherheitsfirma „iSight Partners“, es seien unter anderem die ukrainische sowie eine westeuropäische Regierung und ein polnischer Energiekonzern Ziel der Hackerangriffe geworden. Zu den Unternehmensinformationen hätten die Hacker es auch auf politische Informationen abgesehen, die mit der Situation in der Ukraine zu tun hätten.

Microsoft kündigt automatisches Update an

Microsoft kündigte für heute ein automatisches Update für alle betroffenen Windows-Versionen an. Der Internetsicherheitsfirma zufolge wurde der US-Konzern schon vor längerem auf die Aktivitäten der Gruppe aufmerksam gemacht. ISight habe mit der Veröffentlichung der Erkenntnisse gewartet, um Microsoft Zeit für die Schließung des Sicherheitslecks zu geben. Von der russischen Regierung, der Nato und der EU war zunächst keine Stellungnahme erhältlich.

Russische Hacker Gruppe nicht unbekannt

Die seit mindestens 2009 aktive Gruppe habe eine Sicherheitslücke ausgenutzt, die in allen Windows-Betriebssystemen von Vista bis 8.1 mit der Ausnahme von Windows XP bestanden habe. Die Aktivitäten deuteten auf Spionagetätigkeit hin, die Russlands nationalen Interessen nütze, sagte Stephen Ward von iSight. Moskau hatte in der Vergangenheit Cyber-Spionagevorwürfe zurückgewiesen. ISight beobachte die „SandWorm“ genannte Hackergruppe seit 2013, schrieb die „Post“. Die Hacker versendeten E-Mails von legitim erscheinenden Absendern und konnten Zugriff auf Computer erhalten, wenn Anlagen in den Mails geöffnet wurden.