Spectre und Meltdown: Antivirensoftware kann Windows-Update blockieren

Anfang des Jahres war bekannt geworden, dass Prozessoren verschiedener Hersteller schwer zu behebende IT-Sicherheitslücken aufweisen. Dadurch ist es möglich sensible Daten wie Passwörter, Schlüssel und beliebige Speicherinhalte auszulesen. Betroffen sind u.a. Computer, Smartphones und Tablets aller gängigen Betriebssysteme. 

Bonn, 11.01.2018 – Derzeit werden durch Microsoft Windows-Updates an Microsoft-Anwender verteilt, die das Risiko durch die jüngst bekannt gewordenen IT-Sicherheitslücken Spectre und Meltdown mindern sollen. Dabei kommt es zu Kompatibilitätsproblemen mit einigen Virenschutzprogrammen, die dazu führen können, dass dieses und weitere Windows-Updates blockiert werden und den Anwender nicht erreichen. Dies kann zu erheblichen Sicherheitsrisiken führen: Die aktuellen und etwaige weitere Sicherheitslücken werden in diesen Fällen nicht geschlossen, die Systeme bleiben verwundbar.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät daher allen Anwendern zu überprüfen, ob ihre Antivirensoftware zu den Microsoft-Updates kompatibel ist und gibt ihnen konkrete Handlungsempfehlungen zur Lösung dieses Problems an die Hand. Wie Anwender dabei genau vorgehen sollten, hat das BSI unter www.bsi-fuer-buerger.de/Spectre_Meltdown zusammengestellt. Welches Risiko von den IT-Sicherheitslücken Spectre und Meltdown ausgeht und wie sie entstanden sind, hat das BSI ebenfalls auf dieser Ratgeber-Webseite zusammengefasst.