Enterprise Resource Planning ebnet den Weg zur Industrie 4.0

Das Steuerungs-System Enterprise Resource Planning (ERP) für Unternehmensprozesse wird für die Umsetzung der Industrie 4.0 immer wichtiger. Bereits jedes dritte deutsche Unternehmen setzt ERP-Software ein. Der Digitalverband Bitkom hat stellt ab sofort ein Positionspapier zur Rolle von ERP für die Industrie 4.0 zur Verfügung.

Berlin, 16.03.2016 – Nur wenn die einzelnen Prozesse in der Produktion eng miteinander verzahnt sind, kann die Industrie 4.0 erfolgreich umgesetzt werden. Das zentrale Softwaresystem Enterprise Resource Planning leistet diese Verzahnung. ERP verknüpft sämtliche Glieder der Produktionskette miteinander und optimiert so die Geschäftsprozesse. Bereits jedes dritte deutsche Unternehmen (30 Prozent) setzt ERP-Software ein. Weitere 21 Prozent planen konkret, das System in ihrem Unternehmen zu nutzen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research unter 1.108 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern. „Mit ERP-Systemen können Unternehmen ihre Produktionsprozesse hocheffizient gestalten. Das macht sie auch international wettbewerbsfähiger“, sagt Dirk Bingler, Vorsitzender des Arbeitskreises ERP im Bitkom.

ERP-Systeme vereinen relevante Unternehmensdaten

Welche Rolle ERP bei der Umsetzung der Industrie 4.0 spielt, ist auch Thema des Positionspapiers „Die Zukunft von ERP im Kontext von Industrie 4.0“ , das der Digitalverband Bitkom heute auf der CeBIT in Hannover präsentiert hat. Die Kernthese des Papiers: ERP-Software ist der neue Integrationshub für die Industrie 4.0. ERP-Systeme können praktisch alle relevanten Unternehmensdaten verwerten und sorgen damit für die notwendige Integration zwischen den Anwendungen. Dazu gehören etwa der Status eines Produktionsauftrags, die nächsten Arbeitsschritte oder die nötigen Ressourcen.

„In der Industrie 4.0 haben Werkstücke und Produkte eine eigene Identität. Durch eine kontinuierliche Abstimmung mit den Maschinen optimiert sich der Produktionsprozess permament selbst. Das funktioniert aber nur, wenn das ERP-System die notwendigen Daten und den betriebswirtschaflichen Kontext liefert“, so Bingler. Die individualisierte Fertigung mithilfe von ERP mache aus Produktionsstätten sogenannte hocheffiziente „Smart Factories“. Das Papier fordert, dass hierfür wichtige Voraussetzungen geschaffen werden, wie zum Beispiel die Normierung von Schnittstellen und die Semantik. Bingler: „Nur wenn die Integration nach einheitlichen Standards erfolgt, kann die Industrie 4.0 für alle gelingen. Das gilt für globale Konzerne sowie im besonderen Maße für den industriellen Mittelstand.“

Das Positionspapier finden Sie hier.