Wachstumstreiber Digitalisierung nimmt Fahrt auf

„Die Digitalisierung wird ein immer stärkerer Wachstumstreiber“, berichtete Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ von den Ergebnissen der Untersuchung, an der sich 1.620 Betriebe aus dem unternehmerischen Ehrenamt der IHK-Organisation beteiligten.

Berlin, 15.07.2016  – „Mehr als zwei Drittel der Unternehmen sehen Chancen durch neue Geschäftsmodelle. 41 Prozent verzeichnen Umsatzzuwächse.“

Die Informations- und Kommunikationstechnologie, das Gastgewerbe und der Handel profitierten besonders, so Schweitzer. In diesen Branchen erwarteten die Betriebe auch einen Zuwachs bei den Arbeitsplätzen, während Industrie und Finanzwirtschaft perspektivisch eher mit einem Rückgang der Beschäftigung rechneten.

„Die Digitalisierung schreitet voran, die Komplexität nimmt zu, und die Unternehmen setzen sich intensiver mit den Herausforderungen auseinander“, fuhr der DIHK-Präsident fort. Dieses Bewusstsein bewirke Vorsicht bei der Selbsteinschätzung: „Derzeit fühlt sich nur ein Viertel der Unternehmen in Sachen Digitalisierung schon gut aufgestellt. Zugleich erkennen die Unternehmen einen hohen Investitionsbedarf.“

Und auch die Qualifizierung der Mitarbeiter stelle die Betriebe vor Herausforderungen, sodass zusätzliche Weiterbildungsmaßnahmen für die Wirtschaft Priorität hätten. Schweitzer: „Die Betriebe machen ihre Mitarbeiter noch besser mit den neuen Technologien und Anwendungen vertraut – denn Wirtschaft 4.0 gelingt nur mit den passenden klugen Köpfen. Auch deshalb setzt die IHK-Organisation die Aus- und Weiterbildung zum Themenfeld Digitalisierung ganz oben auf ihre Agenda.“

Ein weiteres Ergebnis der aktuellen Erhebung: Mittlerweile sehen sich 84 Prozent der Unternehmen durch gesetzliche Regelungen ausgebremst, das sind noch etwas mehr als in der Vorumfrage. „Gerade beim Datenschutz bleibt die Unsicherheit groß“, betonte der DIHK-Präsident“ – trotz Verabschiedung der EU-Datenschutzgrundverordnung.“