Alternativen zur Gehaltserhöhung

Eine Gehaltserhöhung ist nicht die einzige Möglichkeit die Arbeit eines Angestellten zu belohnen. Denn häufig endet diese aufgrund von Steuerabzügen mit einer Enttäuschung. Deshalb lohnt es sich über Alternativen zur Gehaltserhöhung nachzudenken.

Göttingen, 24.02.2017 – Wer die Leistungen seiner Mitarbeiter honorieren möchte, muss nicht immer zur Gehaltserhöhung greifen. Alternativen sind beispielsweise:

  • Sonderzuwendungen oder Gratifikationen
  • Bonuszahlungen
  • Weiterbildungsmöglichkeiten
  • Zuschüsse zur Kinderbetreuung,
  • die Unterstützung des Arbeitnehmers bei der Altersvorsorge
  • die Bereitstellung eines Firmenwagens
  • Fahrtkostenzuschüsse für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte

Da eine Gehaltserhöhung immer zu einer steuerlicher Mehrbelastung führt, können einige alternative Zuwendungen sowohl für Arbeitnehmer, aber auch für den Arbeitgeber steuergünstig gestaltet werden.

Für den Arbeitnehmer bedeuten alternative geldwerte Zuwendungen aber auch, dass sie nicht zwangsläufig auf Dauer bestehen müssen. Zwar kann durch regelmäßige Wiederholungen durchaus ein Anspruch auf die Zuwendung entstehen, aber durch einen entsprechenden Widerrufs- oder Freiwilligkeitsvorbehalt des Arbeitgebers kann ein dauerhafter Anspruch ausgeschlossen und damit eine betriebliche Übung verhindert werden.

Firmenwagen, Fortbildung oder Bonuszahlungen?

Da Arbeitnehmer keinen gesetzlichen Anspruch auf Weiterbildungen haben, kann beispielsweise eine Fortbildungsvereinbarung als Alternative zur Gehaltserhöhung geschlossen werden.

Bonuszahlungen, wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld kommen als Möglichkeiten genauso in Betracht, wie eine betriebliche Altersversorgung für den Arbeitnehmer. So kann der Arbeitgeber einen Teil des Bruttogehaltes beispielsweise in eine Direktversicherung zur Altersvorsorge des Arbeitnehmers einzahlen. Im Rahmen dieser Gehaltsumwandlung sind bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung (2016: 2.976 Euro) für die Direktversicherung steuer- und sozialversicherungsfrei. Zusätzlich können bei neu abgeschlossenen Verträgen für 2016 weitere 1.800 Euro steuerfrei, aber sozialversicherungspflichtig umgewandelt werden. 2016 können also insgesamt 4.776 Euro (2.976 Euro steuer- und beitragsfreier Höchstbetrag plus 1.800 Euro zusätzlich steuerfrei) angespart werden.

Eine weitere Alternative ist ein Firmenwagen, der dem Arbeitnehmer zur Verfügung gestellt wird, den er auch privat nutzen darf. Auch wenn es den Dienstwagen nicht vollkommen steuerfrei gibt, spart er dennoch viel Geld. Denn das Unternehmen übernimmt Anschaffungskosten, Versicherung, Benzin, Wartung und Reparaturen. Dagegen zahlt der Mitarbeiter nur die Steuern und Sozialabgaben für den Teil, der für private Fahrten anfällt.