Arbeitszeitkonten bei Minijobs möglich

Arbeitszeitkonten gibt es inzwischen auch bei geringfügig entlohnten Beschäftigungen – den sogenannten Minijobs. Durch diese Regelung, können Arbeitgeber flexibel auf Auftragsspitzen reagieren.

Arbeitszeitkonten Minijobs Andreas Hermsdorf_pixelio.de
Arbeitszeitkonten Minijobs Andreas Hermsdorf_pixelio.de

Göttingen, 29.07.2015 – Minijobber erhalten am Monatsende ein festgelegtes Arbeitsentgelt. Sie können in einem Monat weniger und im nächsten dafür mehr eingesetzt werden. Dadurch findet ein ständiger Ausgleich des Arbeitszeitkontos statt. Allerdings gibt es für den Arbeitgeber in der Sozialversicherung und dem Mindestlohngesetz einiges zu beachten.

Arbeitszeitregelungen für Minijobs

Die Sozialversicherung spricht bei Arbeitszeitkonten von „sonstigen flexiblen Arbeitsregelungen“. Diese können auch bei Minijobs geführt werden, sofern der Arbeitnehmer ein vertraglich vereinbartes monatlich gleichbleibendes Arbeitsentgelt erhält.

Ein Minijob ist es nur dann, wenn das monatliche Entgelt einen Betrag von 450 Euro nicht überschreitet. Das führt auf Jahressicht (12 Monate) zu einer maximalen Bezahlung von 5.400 Euro. Bei flexiblen Arbeitszeiten muss im Vorfeld geprüft und während der Beschäftigung darauf geachtet werden, dass die vorher berechneten Gesamtarbeitsstunden und somit der Betrag von 5.400 Euro nicht überschritten werden.

MiLoG begrenzt  Arbeitsstunden im Arbeitszeitkonto

Laut Mindestlohnbestimmungen (MiLoG) dürfen die monatlich eingestellten Stunden im Arbeitszeitkonto nicht mehr als 50 % der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit übersteigen.

Um in der flexiblen Arbeitszeitregelung Guthabenstunden abzubauen, ist eine Freistellung von bis zu drei Monaten möglich. Das monatlich vereinbarte Arbeitsentgelt wird weiter gezahlt und die sozialversicherungs-rechtliche Beschäftigung bleibt durchgehend bestehen.