Dialog „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt“

Stress am Arbeitsplatz kann krank machen. Psychische Störungen bilden heute eine der häufigsten Krankheitsgruppen. Für die Betroffenen bedeutet das im schlimmsten Fall den Abschied vom Berufsleben. Die Folge für Unternehmen und Volkswirtschaft sind Kosten in Milliardenhöhe. Wie man die Gefahren erkennen und wie man ihnen begegnen kann, das sind die zentralen Fragen des BMAS-Schwerpunktes „Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz“.

Berlin, 11.07.2017 – Vor etwa einer Woche, am 5. Juli 2017, traf sich die Steuerungsgruppe des Dialogs „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt“ zur ihrer ersten gemeinsamen Sitzung.

Ziel des Dialogprozesses ist es, im Lichte aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse wirksame Umsetzungsschritte für die Gestaltung einer gesundheitsgerechten Arbeitswelt zu vereinbaren. Der Dialog ist vom Selbstverständnis getragen, auf Grund der hohen Relevanz der arbeitsbedingten psychischen Belastungen für die Gesundheit der Beschäftigten als auch für die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe bis Ende 2018 die gemeinsame konzeptionelle Arbeit abzuschließen.

Staatssekretärin Yasmin Fahimi: „Die Folgen psychischer Belastung in der Arbeitswelt sind evident. Wenn wir hier zu Verbesserungen kommen wollen, müssen wir über den reinen Arbeitsschutz hinausdenken und ein umfassendes betriebliches Gesundheitsmanagement voranbringen. Hierbei sind alle Handlungsebenen – Politik, Sozialpartner, Betriebe – gefordert, ihren Beitrag zu leisten.“

Studie aus 2013 dient als Grundlage

Der Dialog knüpft an die Ergebnisse der wissenschaftlichen Standortbestimmung der Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt“ und die, von BMASDGB und BDA geschlossene, „Gemeinsame Erklärung: Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt“ aus dem Jahr 2013 an. Alle teilnehmenden Dialogpartner sehen sich in der Pflicht, einen eigenen Beitrag zur Erreichung der gemeinsam vereinbarten Ziele zu leisten.

In der Steuergruppe sind

  • das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, vertreten durch Frau Staatssekretärin Yasmin Fahimi,
  • die Arbeitgeberverbände AGV Banken, BAVCBDADEHOGA, Gesamtmetall, HDEVKAZDBZDH,
  • die Gewerkschaften DGBIG BAU, IG BCE, IG Metall, GdPNGGver.di,
  • die Sozialversicherungsträger DGUVDRV-Bund, GKV Spitzenverband sowie
  • die Länder, vertreten durch den Vorsitzenden des Länderausschusses für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik (LASI) / der Nationalen Arbeitsschutzkonferenz (NAK) und
  • die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAUA)

vertreten.

Weitere Informationen zur Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt finden Sie hier.