Neuer Job: Bereits die Einarbeitung beeinflusst die Kündigungsrate

Bereits bei der Einarbeitung neuer Mitarbeiter entscheidet sich oftmals, ob diese im Unternehmen bleiben. Wer einen schlechten Onboarding-Prozess erlebt, sucht sich doppelt so häufig einen neuen Job.

Santa Clara, 3.05.2018 – Das ergab eine Umfrage von Digitate, einem Anbieter von IT-Automatisierung und Künstlicher Intelligenz (KI), unter 1.500 Angestellten in Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern. Nach den ersten Arbeitstagen würde jeder Fünfte (21,6 Prozent) seinen neuen Arbeitgeber nicht weiter empfehlen. Etwa genauso viele Befragte (22 Prozent) gaben an, nicht über weitere Schritte des Onboarding-Prozesses Bescheid zu wissen.

Onlineboarding zur besseren Orientierung

Dabei soll das Onboarding Mitarbeitern helfen, sich beim neuen Arbeitgeber zurechtzufinden. Hierzu gehören beispielsweise das Anlegen der Mailadresse, das Hinzufügen zu Verteilern, das Ausstellen benötigter Zugangskarten sowie der Zugriff auf Server. Allerdings war die Hälfte der Befragten (50,5 Prozent) mit den Antwortzeiten der IT-Abteilung unzufrieden. Bei der Personalabteilung waren es mit 40 Prozent nicht signifikant weniger.

Für das Onboarding eines neuen Mitarbeiters erstellt die Personalabteilung in der Regel mehrere Mails oder sogenannte „Tickets“ im IT-System, um Anfragen oder Änderungswünsche zu bearbeiten. Da diese manuell bearbeitet werden, kommt es leicht zu Verzögerungen, die dann für Unzufriedenheit sorgen.

Gegen hohe Kündigungsrate hilft gute Einarbeitung

„Um einen neuen Mitarbeiter einzustellen, einzuarbeiten und im Unternehmen zu halten, investieren Unternehmen in der Regel mehr als ein Drittel des ersten Jahresgehalts“, sagt Victor Thu, Studienleiter bei Digitate. „Beim Onboarding schneiden die Firmen jedoch nicht gut ab und die Investitionen zahlen sich nicht aus. Eine Möglichkeit, den Onboarding-Prozess zu verbessern, ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Automatisierung.“

Mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer (59 Prozent) glaubt, dass ihr Arbeitgeber von automatisierten Prozessen profitieren würde. Das bestätigt auch Dave Schubmehl, Research Director bei IDC: „Durch die Automatisierung des IT-Betriebs mit Künstlicher Intelligenz würde die Bearbeitungsdauer von hunderten oder gar tausenden Stunden auf fünf bis zehn Minuten reduziert.“