Urlaubsanträge 2018: Besser frühzeitig einreichen

Wer seine Urlaubsanträge für das kommende Jahr frühzeitig einreicht, hat gute Chancen ihn auch genau so genehmigt zu bekommen. Das alte Sprichwort gilt auch hier: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.
Göttingen, 12.10.2017 – Grundsätzlich muss das Unternehmen den gewünschten Urlaubstermin berücksichtigen. Nur dringende betriebliche Gründe können dabei ein Hindernis sein. Dazu zählt nicht nur ein erhöhter Personalbedarf, sondern auch die Abwesenheit von Kollegen, die bereits ihren Urlaub eingereicht hatten. Dies kann besonders dann sein, wenn im Unternehmen viele Eltern mit schulpflichtigen Kindern arbeiten, die auf die Schulferien angewiesen sind. Schnell werden diese Wochen zu einer beliebten Urlaubszeit.
Sollte der Arbeitgeber den Urlaub bereits persönlich gewährt haben, so sollte sich der Arbeitnehmer eine Kopie des bewilligten Antrags aufbewahren. Denn ohne den abgezeichneten Urlaubsantrag besitzt man keinen juristisch gültigen Nachweis. Im schlimmsten Fall kann ein genommener Urlaub ohne einen Urlaubsantrag zu einer Kündigung führen.

Anrecht auf Urlaub

Jeder Arbeitnehmer hat ein Anrecht auf seine Urlaubstage. Zu beachten gilt dabei allerdings: Der Urlaubsanspruch gilt immer nur für das aktuelle Kalenderjahr und verfällt spätestens ab dem 1. April des Folgejahres.

Sollte ein Arbeitgeber durch Hinhaltetaktik oder ständige Nichtbewilligung versuchen den Arbeitnehmer um seinen Urlaub zu bringen, so ist der Betriebsrat einzuschalten, denn dieser hat das Recht auf Mitbestimmung. Sollte es in dem Unternehmen keinen Betriebsrat geben oder sollte dieser vom Arbeitgeber ignoriert werden, hilft nur der Weg zum Arbeitsgericht.

Bewilligten Urlaub wieder streichen

Wurde der Urlaubswunsch des Arbeitnehmers gewährt, darf er nicht einfach wieder gestrichen werden. Dies darf nur dann geschehen, wenn es dringende betriebliche Gründe dafür gibt. Die Streichung ist auch dann möglich, wenn der Arbeitnehmer bereits einen Urlaub gebucht hat. Allerdings muss der Arbeitgeber dann die bereits angefallenen Kosten vollständig ersetzen.

Ist der Angestellte erst einmal im Urlaub, darf er nicht mehr aus diesem zurück geholt werden. Das darf nur in absoluten Notfällen passieren, z.B. bei einer Katastrophe oder wenn der Betrieb ohne den Arbeitnehmer zusammenzubrechen droht.