Wie auch kleine Unternehmen Azubis finden

Für kleine Betriebe und Mittelständler wurde es in den vergangenen Jahren zunehmend schwieriger, Auszubildende zu gewinnen. Ulrike Friedrich, Ausbildungsexpertin des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), rät ihnen, die Vorteile der lokalen Verwurzelung zu nutzen.

Berlin, 31.10.2016 – „Viele Betriebe mussten schon erleben, dass sie gar keine Bewerbungen mehr erhalten haben“, berichtete Friedrich der Tageszeitung „Die Welt“. Große Firmen hätten einfach bessere finanzielle Ausstattungen, die ganze Azubi-Marketing-Kampagnen zuließen.Allerdings hätten kleine Unternehmen „den Vorteil der Nähe“, sagte die DIHK-Ausbildungsexpertin. Das gelte nicht nur im Betrieb, wo Azubis oft näher am Geschehen seien, sondern auch für die lokale Verwurzelung. „Warum also nicht im örtlichen Jugend-Club über die eigenen Ausbildungsmöglichkeiten berichten oder das Sponsoring eines kleineren örtlichen Sportevents übernehmen?“

Wie mache ich auf freie Stellen aufmerksam?

Ein wichtiger Baustein bei der Gewinnung von Auszubildenden bleibe das Inserieren in großen und bekannten Portalen, wie der IHK-Lehrstellenbörse und der Jobbörse der Arbeitsagentur, fügte sie hinzu.

In der Ansprache der angehenden Fachkräfte rät Friedrich davon ab, pauschal zum Duzen überzugehen: „Ein ‚Du‘ in der Kommunikation kann passend wie unpassend sein“, erläuterte sie. Unternehmen sollten je nach Branche das „Sie“ nutzen, um nicht unseriös zu wirken. Eine gute Anzeige sollte persönlich und offen gestaltet sein. So könne man jungen Menschen den Weg ins Berufsleben möglichst einfach machen.