Buchstabenwürfel auf Gesetzestext

Arbeitszeugnisse schnell ausstellen bevor es Geld kostet!

Wer einem Arbeitnehmer kündigt ist verpflichtet, diesem ein Arbeitszeugnis auszustellen- und zwar möglichst sofort. Der Gesetzgeber spricht da zwar etwas nebulös von einer angemessenen Frist- wenn die allerdings zu lang ausfällt kann der ehemalige Arbeitnehmer klagen und das kann teuer werden.

 

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Arbeitszeugnis flown_pixelio.de

Hannover, 30.11.2014 – Mitarbeiter haben ab dem Zeitpunkt der Beendigung des Arbeitsverhältnisses einen gesetzlichen Anspruch auf ein schriftliches Arbeitszeugnis nach § 109 der Gewerbeordnung. Sollten sich Arbeitgeber gegen die Ausstellung des Zeugnisses sperren, kann der Arbeitnehmer seinen Zeugnisanspruch einklagen und anschließend gegen sogar eine die Zwangsvollstreckung beantragen.

Einfaches und qualifiziertes Arbeitszeugnis

Die Gewerbeordnung legt weiterhin fest, das Arbeitnehmer bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses Anspruch auf ein schriftliches
Zeugnis haben- und das muss bestimmten Kriterien entsprechen. Das Zeugnis muss mindestens die Angaben zu Art und Dauer der Tätigkeit
sowie natürlich den Namen des Arbeitnehmers enthalten. Außerdem weißt die IHK Hannover darauf hin, daß das Zeugnis auf Geschäftspapier ausgestellt werden muss, vorrausgesetzt das Unternehmen besitzt Geschäftspapier und benutzt es auch im Geschäftsverkehr. Unterschrieben werden muss das Zeugnis grundsätzlich im Original vom Arbeitgeber oder einem berechtigten Vertreter des Arbeitgebers. Das ist aber nicht alles. Arbeitnehmer können verlangen, dass auch ihre Leistung beurteilt wird- dann muss ein qualifiziertes Zeugnis erstellt werden. Auch dabei ist die Erstellung in elektronischer
Form , also zum Beispiel als E-Mail an den Arbeitnehmer, nach § 109 Absatz 3 GewO ausdrücklich ausgeschlossen. Abholen muss sich der Arbeitnehmer das Zeugnis allerdings schon selbst- tut er das nicht verfällt sein Anspruch auf ein Arbeitszeugnis nach drei Jahren.