Was passiert mit dem Resturlaub aus 2016?

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und so mancher Arbeitnehmer hat noch Urlaubstage auf seinem Urlaubskonto. Doch was passiert mit dem Resturlaub aus 2016? Kann er noch im neuen Jahr genommen werden?

Göttingen, 19.12.2016 – Wurden nicht alle Urlaubstage vollständig in Anspruch genommen und können auch vor Jahresende nicht mehr eingelöst werden, dann droht gemäß § 7 Absatz 3 Satz 1 BUrlG (Bundesurlaubsgesetz) zum 1.1. des neuen Jahres der Verfall und der Anspruch auf Jahresurlaub geht von vorne los.

Es gibt allerdings Ausnahmen, durch die es möglich ist den Resturlaub auch im nächsten Jahr noch in Anspruch nehmen zu können.

Beispielsweise verfallen die Urlaubstage nicht, wenn der Arbeitnehmer aufgrund einer Erkrankung sie nicht vor Jahresende nehmen kann. Auch betriebliche Gründe können das Fortbestehen des Urlaubsanspruchs gewährleisten. Wenn z.B. ein wichtiges Projekt noch vor Jahresende beendet werden muss und der Arbeitnehmer dabei unverzichtbar ist.

Resturlaub bis 31. März des Folgejahres nehmen

Trifft eine der oben genannten Ausnahmen zu, dann muss der Resturlaub bis zum 31. März des Folgejahres genommen werden. Ansonsten verfällt er an diesem Datum.

Durch eine neue oder fortbestehende Erkrankung kann der Anspruch auf den Resturlaub allerdings wieder bis zum 31. Dezember verlängert werden. Diese Mitnahme von Urlaubsansprüchen ist bis zu 15 Monate nach Ende des Jahres, dem der Urlaub ursprünglich zugeordnet war, möglich. Danach verfallen sie endgültig.

Übertragung des Resturlaub durch Probezeit möglich

Es gibt noch eine weitere Ausnahme, in der der Urlaubsanspruch sogar über den 31. März des Folgejahres gerettet werden kann. Und zwar ist das dann der Fall, wenn ein Arbeitnehmer erst in der zweiten Jahreshälfte sein Arbeitsverhältnis begonnen hat und sich zum Jahresende noch in der Probezeit befand.

Dafür ist allerdings eine Beantragung beim Arbeitgeber unbedingt nötig.

Ansonsten verfällt der Urlaub zum 31. Dezember

Die Urlaubsansprüche gehen verloren, wenn nicht einer der oben genannten Ausnahmen zutrifft. Es sei denn im Arbeitsvertrag, der Betriebsvereinbarung oder dem Tarifvertrag ist eine andere Regelung getroffen worden.

In jedem Fall gilt allerdings: Grundsätzlich ist es nicht möglich sich den Resturlaub zum Jahresende auszahlen zu lassen.