Frau am Klavier

Schärfere Kontrollen durch Künstlersozialkasse

Das Gesetz zur Stabilisierung der Künstlersozialkasse wurde Anfang Juli einstimmig im Bundestag verabschiedet. Damit müssen Unternehmen, die freiberufliche Künstler und Journalisten beschäftigen, mit schärferen Kontrollen rechnen.

 

Stift und Zettel
Autoren Lupo_pixelio.de

Berlin, 23.07.2014 – Die Zahl der Kontrollen bei den abgabepflichtigen Unternehmen wird mit der Gesetzesnovelle zur Künstlersozialkasse massiv angehoben. Darüber hinaus kann die Künstlersozialkasse, kurz KSK, künftig eigene Kontrollen durchführen, wenn ihr Hinweise auf nicht gezahlte Sozialabgaben vorliegen. Das berichtet Haufe.de. Die Drucksache 18/1528 der Bundesregierung bestätigt das. Allerdings haben die Länderkammern bedenken, was sie mit der Stellungnahme (Drucksache 18/1770) zum Ausdruck bringen.

Sozialversicherung für mehr als 180 000 Künstler durch Künstlersozialkasse

Die KSK bietet mehr als 180 000 freischaffenden Künstlern und Publizisten eine Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung. Genauso wie angestellte Arbeitnehmer zahlen sie nur 50 Prozent der Beiträge. Die andere Hälfte tragen zu 20% der Bund und mit 30% die Unternehmen, die auf die Arbeitskraft von Kreativschaffenden zurück greifen. Durch die verschärften Kontrollen werden Mehreinnahmen von rund 32 Millionen Euro erwartet. Wegen der schwachen Zahlungsmoral vieler Unternehmen waren die Beiträge zu Jahresbeginn von 4,1 auf 5,2 Prozent gestiegen. Wer hierzu mehr lesen will, kann sich ein kostenloses eBook zur Künstlersozialabgabe hier downloaden.

Über die KSK

Mit der Künstlersozialversicherung sind seit 1983 die selbständigen Künstler udn Publizistenin den Schutz der gesetzlichen Sozialversicherung einbezogen worden. Es gilt hier die Besonderheit, dass Künstler und Publizisten nur etwa die Hälfte ihrer Beiträge selbst tragen müssen und damit ähnlich günstig gestellt sind wie Arbeitnehmer. Die andere Beitragshälfte wird durch einen Bundeszuschuss und eine Abgabe der Unternehmen finanziert, die künstlerische und publizistische Leistungen verwerten