Stapel von Rechungen in Briefumschlägen

Telefonrechnung per Post darf nichts kosten

Ein Mobilfunkanbieter hatte von seinen Kunden einen Pfand für die Sim-Karten verlangt sowie eine Gebühr beim Versenden von Telefonrechnungen erhoben. Nach einem Urteil in erster Instanz ist dies nicht zulässig.

 

Stapel von Rechungen in Briefumschlägen
Telefonrechnung RainerSturm_pixelio.de

Frankfurt/Main, 18.06.2014 – Immer wieder kommt es zwischen Mobilfunkanbietern und ihren Kunden zu Unstimmigkeiten bezüglich der Telefonrechnung und Verträge. In diesem aktuellen Fall hatte ein Mobilfunkanbieter eine Gebühr von 1,50€ erhoben, wenn er die anfallende Rechnung per Post statt per Email verschicken muss.

Gegen diese Gebühr hatte ein Kunde geklagt und in erster Instanz Recht bekommen. Das Oberlandesgericht Frankfurt/Main entschied, der Mobilfunkanbieter darf kein zusätzliches Entgelt für Rechnungen verlangen.

Auch Pfand für Sim-Karte unzulässig

Der gleiche Telefonanbieter verlangte von seinen Kunden eine Gebühr als Pfand für die Sim-Karte. Diese werde dann zurück gezahlt, wenn der Kunde bis drei Wochen nach Vertragsende die Karte in einwandfreiem Zustand zurück gesendet habe. Ansonsten bleibe das Geld beim Anbieter. Als Grund gab der Mobilfunkanbieter an, dass er die Sim-Karten so vernichten würde, dass kein Datenmissbrauch stattfände.

Hier entschied der Richter ebenfalls, dass die Vernichtung durch den Kunden wesentlich sicherer für den Kunden sei. Zudem sei die Höhe des Pfands von 29,65€ nicht nachvollziehbar. Das Oberlandesgericht Frankfurt/Main entschied, der Mobilfunkanbieter darf kein zusätzliches Entgelt für Rechnungen verlangen.