Taxi-Schild auf Autodach

Uber will Gesetzreform

Uber, die US-amerikanische Konkurrenz zu Taxi, fordert eine Reform der deutschen Gesetze für den Bereich der beruflichen Autofahrer. Elektronische Leitsysteme wie Navis oder GPS würden die Kenntnis der Ortschaften überflüssig machen. Und auch die Gesundheitsvorschriften des Personenbeförderungsgesetzes seien lange überholt, so das Unternehmen.

 

Taxi-Schild auf Autodach
Taxi-Dienst Q.pictures_pixelio.de

Hamburg, 24.11.2014 – „Das sind ziemlich alte Gesetze aus den 60er Jahren, die nicht mehr ins heutige Zeitalter mit Smartphones und Satellitennavigation passen“, sagte Uber-Deutschlandchef Fabien Nestmann der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

Ortskenntnisprüfung in Zeiten der Satellitennavigation seien mehr oder minder überflüssig, sagte Nestmann. Auch die aktuell geltenden Gesundheitsvorschriften stellte er infrage: „Für sechs oder zehn Stunden Fahrdienst in der Woche muss man kein durchtrainierter Triathlet sein“. Vorstellbar sei seiner Meinung allerdings ein Höchstalter für Fahrer.

Uber will Minijobs für Taxifahrer

Nach Angaben von Uber könne sich das Unternehmen auch vorstellen, dass für Taxifahrer ein Minijob  eingeführt würde. Bei Umsätzen von maximal 450 Euro im Monat sollte eine vereinfachte Besteuerung gelten wie für andere Minijobber auch. Außerdem würden Fahrten bis zu dieser Grenze als private Gelegenheitsfahrten gelten, schreibt die Zeitung. Sie müssten dann nicht die Regeln des Gewerberechts erfüllen. Die Fahrer bräuchten dann auch keinen Personenbeförderungsschein.

Uber hatte vor wenigen Wochen eine App eingeführt, die für die Vermittlung von Fahrern über den Fahrvermittlungsdienst zuständig ist.