Werbung an Häusern

Werbung mit 14-tägige-Geld-zurück-Garantie nicht erlaubt

Nicht erlaubte Werbeaussagen sind einer der häufigsten Abmahngründe. Doch mit welchen Produkt- und Servicebesonderheiten darf überhaupt geworben werden? Der BGH musste entscheiden, ob Online-Händler mit einer „14-tägigen Geld-zurück-Garantie“ werben dürfen. Das hat e-recht24.de berichtet.

Werbung an Häusern
Werbung 14-tägige-Geld-zurück-Garantie

Karlsruhe, 30.09.2014 – Ein Online-Händler für Druckerzubehör hat seinen Verkauf mit einer 14-tägigen Geld-zurück-Garantie beworben. Er veröffentlichte auf seiner Seite die Information, dass er das Porto der Rücksendung innerhalb dieser 14 Tage übernehmen würde. Ein Online-Händler mit dem selben Warenangebot empfand diese Werbung als unzulässig, da es sich um klar definierte Verbraucherrechte handele. Nach der sogenannten „schwarzen Liste“ des UWG (Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb) sind Werbungen mit Selbstverständlichkeiten verboten. Meist erfolgt in solchen Fllen eine Abmahnung. Die Meinungsverschiedenheit wurde dann vor den Bundesgerichtshof getragen.

„14-tägige Geld-zurück-Garantie“ ist auch ohne Hervorhebung nicht erlaubt

Der BGH entschied, dass Onlineshop-Betreiber nicht mit der „14-tägigen Geld-zurück-Garantie“ werben dürfen . Es liegt in jedem Fall eine Werbung mit einer Selbstverständlichkeit vor, da das Gesetz dem Kunden (Verbraucher) ohnehin das 14-tägige Widerrufsrecht einräumt. Bei Ausübung des Widerrufsrechts erhalten Kunden das Geld nämlich sowieso zurück, wenn sie die Ware an den Händler zurückschicken.

Online-Händler müssen bei ihren Werbeaussagen vorsichtig sein. Sie dürfen insbesondere nicht damit werben, dass Sie Ware kostenlos 14 Tage zurücknehmen. Dieses Recht steht dem Kunden bereits von Gesetzes wegen bei Online-Käufen zu. Das Gesetz räumt dem Verbraucher nämlich durch das Widerrufsrecht die 14-tägige Rückgabe ein. Erlaubt wäre eine solche Werbung nur, wenn der Verkäufer eindeutig kenntlich macht, dass es sich um eine Selbstverständlichkeit handelt bzw. die Rückgabemöglichkeit bereits nach dem Gesetz besteht, so e-recht24.de.