DIHK veröffentlicht neuen Außenwirtschaftsreport 2017

Brexit, Sanktionen & Co. verunsichern die grenzüberschreitend aktiven Unternehmen hierzulande immer stärker; die Industrie- und Handelskammern (IHKs) verzeichneten 2016 einen neuen Rekord beim Beratungsbedarf. Das geht aus dem jüngsten Außenwirtschaftsreport 2017 des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hervor.

„Der Trend zu mehr Protektionismus im internationalen Handel nimmt zu“, berichtete DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier der Tageszeitung „Die Welt“ von den Ergebnissen der Erhebung, in der die 79 IHKs mit ihren jährlich über 570.000 Kontakten zu international agierenden Unternehmen eine Einschätzung zum außenwirtschaftlichen Umfeld und zu weltweiten Handelsbeschränkungen abgeben.

„Deutsche Unternehmen sehen sich mit immer mehr Regulierungen und Hemmnissen konfrontiert“, so Treier weiter. „Die Rekordzahl von über 410.000 Beratungen, die die IHKs im Bereich Zoll und Außenwirtschaftsrecht 2016 geleistet haben, zeigt dies leider deutlich.“

Faire Bedingungen im internationalen Handel notwendig

Die Betriebe bewegten sich bei ihren europäischen und internationalen Geschäften in einem „immer komplexeren Umfeld“, erklärte der DIHK-Außenwirtschaftschef den Trend. Als Stichworte nannte er den anstehenden Brexit, das Handling einer steigenden Zahl von Sanktionsvorschriften, neue Markteinstiegshürden gerade in Schwellenländern und auch die Umsetzung des neuen EU-Zollrechts. „Damit wird das internationale Geschäft risikobehafteter und teurer. Gerade kleine und mittelständische Betriebe drohen im Hürdenlauf der Zollbürokratie den Überblick zu verlieren und Wettbewerbsnachteile zu erleiden.“

Angesichts der Bedeutung der Außenwirtschaft für Deutschland sei es „das Gebot der Stunde, sich im internationalen Handel für faire Bedingungen einzusetzen“, forderte Treier. „So schwierig dieser politische Einsatz angesichts äußerst handelskritischer Töne aus vielen Ecken der Welt derzeit auch sein mag.“

Eine gute außenwirtschaftliche Entwicklung sei kein Selbstläufer – „auch nicht für die deutschen Unternehmen“.

Der vollständige Bericht steht hier als Download zur Verfügung.