Online-Handel: Unabhängigkeit von Schließzeiten ist größter Trumpf

Der Online-Handel kann mit vielen Vorteilen punkten und setzt sich deswegen gegen den stationären Handel durch. Laut einer Umfrage des Digitalverbandes Bitkom schätzen 77 Prozent der Online-Shopper die Unabhängigkeit von Schließzeiten. Pluspunkte sind ebenfalls die Lieferung nach Hause, Zeitersparnis, Angebot und geringerer Preis.

Berlin, 04.01.2018 – Bequemer geht’s nicht: Ein paar Klicks und der Einkauf ist getätigt – egal wann und egal wo. Genau das schätzen die Bundesbürger beim Online-Shopping. 77 Prozent der Online-Shopper sagen, dass die Unabhängigkeit von Öffnungszeiten ein wichtiger Vorteil des digitalen Handels ist. 75 Prozent schätzen vor allem die Warenlieferung bis an die Haustür, 67 Prozent die Zeitersparnis, wenn man sich etwa die Parkplatzsuche und das Schlangestehen an der Kasse spart. Das hat eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.152 Internetnutzern ab 14 Jahren ergeben.

„55 Millionen Bundesbürger haben im vergangenen Jahr online eingekauft. Diese Zahl spricht für sich und zeigt, dass der Online-Handel die Menschen dort abholt, wo sie stehen. Nach Feierabend noch bequem Lebensmittel bestellen, sich an Adventssonntagen nicht durch volle Fußgängerzonen quälen müssen – dank Online-Shopping ist das alles kein Problem“, sagt Bitkom-Handelsexpertin Julia Miosga.

Produktvielfalt überzeugt im Internet

Mehr als jeder Zweite (56 Prozent) schätzt, dass er im Online-Shop Produkte kaufen kann, die er im stationären Handel nur sehr schwer oder gar nicht bekommt. Diesen Vorteil sehen vor allem die 14- bis 29-Jährigen: Hier sagen 68 Prozent, dass die größere Produktvielfalt ein wichtiger Vorteil der Online-Shops ist. 55 Prozent aller Online-Shopper mögen, dass die Produkte im Internet günstiger sind als im Laden.

„Die neuesten Sneaker, das hippste Label – im Internet werden nicht nur viele Modeträume zur Realität. Die Preise sind online außerdem oft transparenter und vergleichbarer als im Laden. Dort passiert es nicht selten, dass kein Preisschild vorhanden oder ein falscher Preis ausgezeichnet ist, was dann meist erst beim Bezahlen an der Kasse auffällt“, sagt Miosga.

Fehlende Infrastruktur führt zum Online-Shopping

Knapp jeder Vierte (23 Prozent) schätzt die unkomplizierte Möglichkeit, vom Online-Kauf zurückzutreten. Anders als beim Kauf in einem Geschäft hat der Kunde nämlich das Recht dazu. Zwar bieten auch einige stationäre Läden ein eigenes Umtausch- oder Rückgaberecht an – dies ist jedoch freiwillig und liegt im Gestaltungsspielraum des Händlers. 22 Prozent shoppen online vor allem, weil es in der Nähe ihres Wohnorts keine oder nur wenige Geschäfte gibt. Diese Aussage bestätigen vor allem Bewohner kleiner Gemeinden mit weniger als 5.000 Einwohnern: Hier sagen 40 Prozent, dass das für sie ein wichtiger Beweggrund zum Online-Kauf ist.

Weitere Ergebnisse aus der Studie „Online-Shopping beliebter als Einkaufen im Laden“ gibt es hier.