Allianz für Aus- und Weiterbildung zieht positive Bilanz

Bei ihrem jährlichen Spitzentreffen Anfang Juni zogen die Partner der Allianz für Aus- und Weiterbildung nach 18-monatiger Laufzeit eine positive Bilanz. Außerdem haben sie sich auf zehn Arbeitsschwerpunkte für die kommenden Jahre verständigt.

Berlin, 09.06.2016 -Die im Dezember 2014 geschlossene Allianz für Aus- und Weiterbildung hat zum Ziel ein qualitativ hochwertiges duales Ausbildungssystem für leistungsstarke Jugendliche, junge Menschen mit schlechteren Startchancen, Jugendliche mit Migrationshintergrund sowie Menschen mit Behinderung zu erreichen, um sie gleichermaßen in eine betriebliche Ausbildung zu integrieren. So soll ausbildungsinteressierten Jugendlichen ein „Pfad“ aufgezeigt werden, um ihnen einen frühstmöglichen Berufsabschluss zu ermöglichen. Die Allianzpartner setzen sich zusammen aus Bund, Bundesagentur für Arbeit, Länder, Wirtschaft und Gewerkschaften zusammen.

Beim diesjährigen Spitzentreffen der Allianzpartner wurden folgende zehn Arbeitsschwerpunkte festgelegt:

  • ein hohes Angebot an betrieblichen Ausbildungsplätzen sicherzustellen,
  • den Ausbildungspfad mit seinen unterstützenden Instrumenten weiter zu stärken,
  • die Passungsprobleme auf dem Ausbildungsmarkt anzugehen,
  • die Qualität der dualen Ausbildung weiter zu stärken,
  • die Attraktivität der beruflichen Bildung auch mit Blick auf leistungsstarke Jugendliche zu erhöhen,
  • Qualifikationen besser sichtbar zu machen und die Datenlage mit Blick auf Flüchtlinge zu verbessern,
  • die Nachqualifizierung auszubauen,
  • Berufsschulen auch als Ort der Sprachvermittlung zu unterstützen,
  • die duale Ausbildung in die digitale Zukunft zu führen und
  • den Erfahrungsaustausch zu stärken sowie für duale Ausbildung zu werben.

Positive Bilanz für den Ausbildungsmarkt 2015

Die Partner der Allianz für Aus- und Weiterbildung erklärten: „Unser gemeinsames Ziel, die duale Ausbildung und die berufliche Weiterbildung zu stärken, haben wir in den zurückliegenden Monaten mit Nachdruck verfolgt. Wir haben mit konkreten Maßnahmen dazu beigetragen, dass sich die Beschäftigungschancen junger Menschen verbessern und damit gemeinsam auch einen Beitrag zur Fachkräftesicherung geleistet. Die Herausforderungen auf dem Ausbildungsmarkt wollen wir auch in Zukunft gemeinsam angehen – sowohl mit Blick auf einheimische wie auch geflüchtete junge Menschen. Deshalb haben wir uns heute auf zehn künftige Arbeitsschwerpunkte für eine starke berufliche Bildung verständigt.“

Die aktuelle Situation im Ausbildungsmarkt wird von den Allianzpartnern als positiv bewertet. Beispielsweise hat sich die Zahl der betrieblichen Ausbildungsverträge erstmals seit 2011 wieder stabilisiert. Dennoch haben im Jahr 2015 rund 20.700 Jugendliche keinen Ausbildungsplatz gefunden und rund 60.100 Jugendliche nahmen alternative Maßnahmen wahr, während sie weiter nach einem Ausbildungsplatz suchten. Gleichzeitig stieg allerdings die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze auf 41.000 an. Ein zentrales Ziel ist deswegen Angebot und Nachfrage besser zusammen zu führen – besonders regional und branchenspezifisch.

Erklärung „Gemeinsam für Perspektiven von Flüchtlingen“

Auf die Zuwanderung schutzsuchender, vor allem von jungen Menschen, haben die Allianzpartner im September 2015 mit ihrer Erklärung „Gemeinsam für Perspektiven von Flüchtlingen“ reagiert. Darin haben sie konkrete Maßnahmen für die Berufsvorbereitung und Ausbildung vereinbart. Dabei soll auch das geplante Integrationsgesetz helfen, damit Asylbewerber und Geduldete sowie deren Ausbildungsbetriebe zukünftig die Sicherheit haben, dass die Auszubildenden sowohl während der Ausbildung, als auch bei einem nachfolgenden Beschäftigungsverhältnis in Deutschland bleiben dürfen (sogenannte 3+2-Regelung). Eine Altersgrenze, bis zu der eine qualifizierte Ausbildung begonnen werden muss, wurde abgeschafft.

Weitere Informationen zur Allianz für Aus- und Weiterbildung finden Sie hier sowie die neue Allianz-Erklärung „Gemeinsam die Herausforderungen auf dem Ausbildungsmarkt angehen – Zehn Arbeitsschwerpunkte für eine starke berufliche Bildung“ als Download  hier.

Die Partner der Allianz für Aus- und Weiterbildung auf einen Blick:

Allianz