Arbeitnehmerbindung durch Ergonomie und Sicherheit im Büro

Die Anordnung eines Büroarbeitsplatzes unterliegt offiziell detaillierten Bestimmungen. Wie muss der Bildschirm auf dem Schreibtisch platziert werden, welche Höhe dürfen Stuhl und Tisch haben, abgestimmt auf die individuelle Körpergröße.

Arbeitsplatzausstattung

Göttingen, 20. November 2015 – Im Juli 1996 hatte der Bundestag diese vorherigen Richtlinien zur Gestaltung von Bildschirmarbeitsplätzen in nationales Recht umgewandelt und sich so aktiv für den Schutz von Arbeitnehmern eingesetzt.

Klare Strukturen und Vorgaben sollen den Arbeitnehmer vor möglichen Gefährdungen schützen und die tägliche Arbeit angenehm gestalten. Der gut ausgestattete Arbeitsplatz und das sichere Arbeitsumfeld als Garant für einen zufriedenen Mitarbeiter.

Arbeitnehmerbindung durch ergonomischen Arbeitsplatz

Mehr als ein Viertel aller Ausfallzeiten resultieren aus Muskel- und Skeletterkrankungen, wie sie typisch sind für das Büro sind. Diese Zahlen belegen, dass Gesundheitsschutz im Büro zwingend erforderlich ist, weil Büroarbeit mit hohen mentalen Beanspruchungen verbunden ist. Die Schweizer Büromöbelfirma gaerner hat Richtlinien zur Ausgestaltung eines Büroarbeitsplatzes zusammengetragen.

Das Sitzen in statischen Körperhaltungen ist eine hohe Belastung für Muskulatur und Wirbelsäule. Sind die entsprechenden Stühle am Arbeitsplatz ergonomisch gestaltet, verhindern diese Folgen für Gesundheit und Arbeitsqualität. Auch die Höhe von Tisch und Stuhl sind wichtig. Falsche Höhen können zu massiven Verkrampfungen führen.
Ähnliche Beeinträchtigungen können auch blendende Bildschirme hervorrufen, denn sie können die Sehkraft gefährden.

Sind Stuhl und Tisch auf die richtige individuelle Höhe eingestellt, sollte sichergestellt werden, dass jeder Arbeitnehmer über ausreichend Platz an seinem Arbeitsplatz verfügt, um so die Position seiner Arbeitsmittel flexibel und nach Bedarf zu verändern. Also, die Anordnung der Arbeitsmittel ist wichtig.

Bei der Einrichtung des Bildschirmarbeitsplatzes ist die natürliche Kopf- und Körperposition das A und O. Bildschirm und Tastatur sollten nicht schräg auf den Schreibtisch gestellt werden, sondern gerade aus, parallel zum Schulterbereich. So werden einseitige Belastungen vermieden und Kopf- und Nackenschmerzen bleiben aus.

Weitere Bereiche, in denen ergonomische Hilfsmittel wie moderne Büromöbel eine wichtige Rolle spielen, können eine Erhöhung für die Füße sein, die entsprechende Beleuchtung, Arbeitsflächen frei von reflektierenden Flächen, Lärmschutz sowie ein gewisser Bewegungsfreiraum um den Büroarbeitsplatz herum. Die verbindlich vorgeschriebene Arbeitsfläche beträgt 1,28 m².

Der sichere Arbeitsplatz

Fallstudien haben gezeigt, dass ein gutes Sicherheits- und Gesundheitsmanagement im Arbeitsbereich eine Steigerung der Leistung und der Rentabilität von Seiten der Arbeitnehmer mit sich bringt.

Werden Sicherheit und Gesundheitsschutz vernachlässigt, so schadet dies nicht nur dem einzelnen Mitarbeiter, sondern auch dem Betrieb.

Arbeitnehmer haben eine höhere Produktivität dank weniger krankheitsbedingter Fehlzeiten, ausgelöst durch fehlende Ergonomie und Sicherheit am Arbeitsplatz

  • längere Beschäftigungsdauer älterer Arbeitnehmer
  • Förderung effizienterer Arbeitsmethoden und Technologien
  • Eine starke, wirksame und fürsorgliche Mitarbeiterführung ist Grundvoraussetzung für gute Bedingungen im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
  • Arbeitnehmerschutz ist nicht nur eine gesetzliche und ethische Pflicht, sondern auch ein Zeichen dafür, dass das Unternehmen expandieren will

Neben den Führungskräften eines Betriebes oder eines Unternehmens sind entsprechend eingerichtete Arbeitsplätze im Büro ein Garant dafür, dass Arbeitnehmer sich wohl fühlen.