Arbeitsmarkt entwickelt sich im August positiv

Wegen der anhaltenden Sommerpause stieg die Arbeitslosigkeit von Juli auf August um 0,1 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent an. Dennoch entwickelt sich der Arbeitsmarkt positiv.

Arbeitsmarkt _Rainer Sturm_pixelio.de
Arbeitsmarkt _Rainer Sturm_pixelio.de

Nürnberg, 02.09.2015 – Die Arbeitslosenquote ist von Juli auf August zwar um 23.000 auf 2.796.000 gestiegen, doch im Vorjahresvergleich wurden 106.000 weniger Arbeitslose erfasst. Im Durchschnitt der letzten drei Jahre ist die Arbeitslosigkeit im August um 30.000 gestiegen. Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, ist um 7.000 gesunken. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung im August 2015 auf 3.586.000 Personen. Das waren 172.000 weniger als im vergangenen Jahr.

Arbeitslosenversicherung und Grundsicherung

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren im August 851.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich daraus ein Rückgang von 83.000. Insgesamt 818.000 Personen erhielten im August 2015 Arbeitslosengeld. Das sind 52.000 weniger als im August 2014. Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im August bei 4.390.000. Gegenüber dem Vorjahr war dies ein Anstieg von 13.000 Personen, auf 8,2 Prozent. In der Grundsicherung für Arbeitsuchende waren 1.945.000 Menschen arbeitslos gemeldet, 23.000 weniger als vor einem Jahr. Doch ein Großteil der Arbeitslosengeld II-Bezieher ist nicht arbeitslos, denn sie arbeiten mindestens 15 Wochenstunden, befinden sich noch in der Ausbildung, betreuen kleine Kinder oder pflegen Angehörige.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Die Zahl der Erwerbstätigen ist im Juli gegenüber dem Vormonat um 26.000 gestiegen. Mit 42,99 Millionen Personen fällt sie im Vergleich zum Vorjahr um 160.000 höher aus. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat von Mai auf Juni um 41.000 zugenommen. Mit 30,72 Millionen Personen liegt die Beschäftigung gegenüber dem Vorjahr um 547.000 im Plus.

Nachfrage nach Arbeitskräften

Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern ist weiter gestiegen. Waren im Vorjahresvergleich rund 516.000 freie Stellen gemeldet, waren es nun 81.000 mehr. Besonders gesucht sind zurzeit Arbeitskräfte in den Berufsfeldern Metallerzeugung, -bearbeitung, Metallbau, Verkauf sowie Verkehr und Logistik. Es folgen Berufe in Maschinen- und Fahrzeugtechnik und Mechatronik, Energie- und Elektrotechnik.

Ausbildungsmarkt

Ausbildungsangebote und Bewerberzahl sind für diesen Herbst nahezu ausgeglichen. Dass derzeit immer noch 102.000 Jugendliche keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, liegt an regionalen, berufsfachlichen und qualifikatorischen Disparitäten. Es sind noch 123.000 gemeldete Ausbildungsstellen frei, zum Beispiel im Verkauf, in der Gastronomie und Hotellerie, der Lebensmittelherstellung, der Lagerwirtschaft, der Energietechnik, der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik oder auch in Bauberufen.

Den ausführlichen Monatsbericht finden Sie im Internet unter www.statistik.arbeitsagentur.de.