Aufbewahrungs­fristen von Dokumenten

Der Jahreswechsel wird in vielen Unternehmen dazu genutzt, um Ordnung in ihre Unterlagen zu bringen. Doch nicht alle Quittungen, Rechnungen und Belege dürfen so einfach vernichtet werden, wie der Bund der Steuerzahler betont.

Berlin, 29.12.2016 – Die Aufbewahrungsfristen von Dokumenten betragen mehrere Jahre – abhängig von der Art der Dokumente. So müssen Unternehmen zum Beispiel Geschäfts­bücher, Inventare, Bilanzen und andere zu führende Bücher zehn Jahre lang aufbewahren. Das gilt auch für digital gespeicherte Aufzeichnungen. Handels- und Geschäftsbriefe – egal ob empfangen oder versendet – müssen sechs Jahre lang aufbewahrt werden.

Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie zum Jahreswechsel Bücher und Aufzeichnungen aus dem Jahr 2006, Inventare, die bis 31. Dezember 2006, oder Jahres­abschlüsse, die bis zum 31. Dezember 2006 oder früher aufgestellt worden sind, und Buchungs­belege aus dem Jahr 2006 und früher entsorgen können. Ebenfalls vernichtet werden können empfangene Handels- und Geschäfts­briefe sowie Durch­schriften abgesandter Handels- und Geschäfts­briefe, die bis zum 31. Dezember 2010 oder früher versendet wurden.

Außerdem enthält auch das Mindestlohngesetz Aufbewahrungsfristen für Dokumente. Seit 2015 müssen Arbeitgeber die Arbeits­zeiten von geringfügig Beschäftigten, kurzfristig Beschäftigten sowie Beschäftigten in bestimmten Branchen, wie beispielsweise dem Bau- und Gaststätten­gewerbe, für zwei Jahre aufbewahren.