Aufschwung im verarbeitenden Gewerbe

Die Auftragseingänge sowohl im produzierenden, als auch im verarbeitenden Gewerbe sind laut Statistischem Bundesamt im Februar angestiegen.

Berlin, 10.04.2017 – Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe sind im Februar gegenüber dem Vormonat um 3,4 % gestiegen. Der Anteil an Großaufträgen war für einen Februar durchschnittlich. Zusätzliche Aufträge erhielten insbesondere die Produzenten von Vorleistungsgüter (+8,5 %). Die Nachfrage nach Investitionsgütern erhöhte sich um 0,3 % und die nach Konsumgütern um 2,7 %. Die positiven Impulse kamen maßgeblich aus dem Inland (+8,1 %), die Bestellungen aus dem Ausland blieben unverändert (±0,0 %).

Im weniger schwankenden Zweimonatsvergleich Januar/Februar gegenüber November/Dezember gingen die Auftragseingänge um 2,4 % zurück. Zum Rückgang haben das In- und Ausland gleichermaßen beigetragen.

Die Bestelltätigkeit in der Industrie hat sich nach einem starken Rückgang zu Jahresbeginn wieder erholt. Die Auftragseingänge waren zwar geringer als im durch Großaufträge geprägten sehr starken vierten Quartal. Der Auftragsbestand gemessen an der Produktionsreichweite (Stand Januar: 5,2 Monate) ist aber ebenso wie das Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe hoch und zuletzt angestiegen. Insofern ist weiterhin von einer leichten Belebung der Industriekonjunktur auszugehen.

Zuwachs auch im produzierenden Gewerbe

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurde die Produktion im Produzierenden Gewerbe im Februar gegenüber dem Vormonat erneut um 2,2 % kräftig ausgeweitet. Die Industrieproduktion nahm um 0,9 % zu. Im Zuge der jährlichen Aktualisierung des Berichtskreises zum Jahreswechsel fiel die Produktion im Baugewerbe rein rechnerisch mit +13,6 % deutlich höher aus als im zusätzlich nach oben revidierten Vormonat.

Im weniger schwankungsanfälligen Zweimonatsvergleich Januar/Februar gegenüber November/Dezember nahm die Industrieproduktion um 1,7 % und die Bauproduktion um 6,2 % zu. Auch die Produktion von Konsum-, Vorleistungs- und Investitionsgütern wurde ausgeweitet.

Insgesamt läuft die Produktion im Produzierenden Gewerbe damit im ersten Quartal bisher außerordentlich rund. Allerdings ist der statistische Sondereffekt bei der Bauproduktion zu beachten. Im Verbund mit den insgesamt positiven Auftragseingängen im Verarbeitenden Gewerbe und umfragebasierten Indikatoren wie ifo und Markit stimmt die Produktion im Produzierenden Gewerbe zuversichtlich für die Konjunktur im ersten Quartal.