Auftragseingänge im Juli für das Verarbeitende Gewerbe

Der Sommer war für das verarbeitende Gewerbe durchwachsen. Die Auftragseingänge nahmen im Vergleich zu den Vormonaten überwiegend weiter ab.

Berlin, 07.08.2016 – Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Juli preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt gegenüber dem Vormonat um 0,2 % gestiegen. Während die Investitionsgüterproduzenten ein Auftragsplus verzeichnen konnten (+0,8 %), blieben die Auftragseingänge für Vorleistungsgüter unverändert (0,0 %).

Die Auftragseingänge für Konsumgüter nahmen dagegen spürbar ab (-4,3 %). Die positiven Impulse kamen im Juli vor allem aus dem Euroraum (+5,9 %), auch aus dem Nicht-Euroraum (+0,6 %) gingen mehr Bestellungen ein. Die Auftragseingänge aus dem Inland blieben dagegen unter dem Niveau des Vormonats (-3,0 %).

Ruhige Industriekonjunktur im Herbst

Die Entwicklung der Auftragseingänge war im bisherigen Jahresverlauf wenig schwungvoll. Im aktuellen Zweimonatsvergleich ist das Volumen der Neubestellungen leicht rückläufig (-0,2 %). Während die Bestellungen bei den Vorleistungs- und Investitionsgüterproduzenten verhalten ausfielen, schwächte sich die Nachfrage bei den Konsumgüterproduzenten seit dem Frühjahr ab.

Die Seitwärtsbewegung der Auftragseingänge sprechen für eine eher ruhige Industriekonjunktur im Herbst. Das Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe hatte sich zuletzt eingetrübt, verblieb aber über seinem langjährigen Durchschnitt.