Betriebliches Gesundheitsmanagement erlebt weiter Aufschwung

Um Krankheiten vorzubeugen, braucht der Mensch nicht nur einen Ausgleich in seiner Freizeit zur Arbeit. Dieser Ausgleich sollte schon am Arbeitsplatz beginnen. So können Betriebe psychischen und physischen Erkrankungen ihrer Mitarbeiter gezielt vorbeugen.

Betriebliches Gesundheitsmanagement by_S. Hofschlaeger_pixelio.de
Betriebliches Gesundheitsmanagement by_S. Hofschlaeger_pixelio.de

Göttingen, 11.06.2015 – Vor allem unter dem Schlagwort Work-Life-Balance hat sich in den letzten Jahren eine unternehmerische Philosophie verbreitet, deren Grundgedanke die gezieltere Verteilung von Belastungen auf Arbeitnehmer ist. Dadurch solle physischen und psychischen Erkrankungen vorgebeugt, sowie die Leistungsfähigkeit und die Bindung an das Unternehmen erhöht werden. Unter dem Begriff des betrieblichen Gesundheitsmanagements werden die Maßnahmen zusammengefasst, die genau diese Ziele mit unterschiedlichen Methoden verfolgen.

Vielfältige Handlungsbereiche

Betriebliches Gesundheitsmanagement ist weit mehr als ein wenig Sport, um den Rücken vom vielen Sitzen im Büro zu entlasten. Auch die Schulung von Führungskräften fällt in diese Kategorie, um den reibungslosen Umgang zwischen hierarchischen Stufen zu verbessern und somit psychischen Belastungen zu begegnen. Ebenfalls können flexible Arbeitszeiten dazu beitragen, die Gesundheit der Mitarbeiter in einem Unternehmen zu fördern.

Nachfrage steigt

Da das betriebliche Gesundheitsmanagement ein weites Feld ist, das zur richtigen Umsetzung in einem Unternehmen viel Expertise erfordert, steigt die Nachfrage an qualifizierten Gesundheitsmanagern in Betrieben. Deshalb bieten vermehrt private Dienstleister Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen für dieses Berufsbild an, wie etwa Kröber Kommunikation, die die Ausbildung zum Gesundheitsmanager (SBH) ab September mit in ihr Portfolio aufnehmen. Betriebe, die sich einen Überblick über Angebote, Maßnahmen und Projekte zum Thema in Deutschland verschaffen möchten, können dies beim Bundesministerium für Gesundheit tun.

Betriebliches Gesundheitsmanagement in KMUs

Besonders für klein und mittelständische Unternehmen (KMUs) bietet das betriebliche Gesundheitsmanagement noch viel Potential. Während die großen, internationalen Konzerne seit Jahren den wirtschaftlichen Nutzen des Themas erkannt haben, fehlt es bei KMUs bislang noch an einer flächendeckenden Umsetzung gesundheitsfördernder Maßnahmen. Dabei können die Unternehmen durch gezielte Förderung der Arbeitsstrukturen hin zu einer arbeitnehmerfreundlichen Belastung, auf lange Sicht viel Geld sparen. Entspannte Arbeitnehmer sind wirtschaftlicher, da sie weniger Fehlzeiten haben und ihre Arbeit effizienter bewältigen können. Die Investition in die betriebliche Gesundheitsförderung ist somit eine Investition in die Zukunft.