BMWi-Programm INNO-KOM stärkt den Mittelstand

Gerade in strukturschwachen Regionen fehlen oft forschungsstarke Großunternehmen, daher findet Forschung dort vor allem in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) statt. Das BMWi-Programm INNO-KOM stärkt den Mittelstand über die Förderung mittelstandsorientierter Forschung und hilft so, die fehlende Industrieforschung zu kompensieren. Hierfür stehen in diesem Jahr 71 Millionen Euro zur Verfügung.

Berlin, 29.08.2017 – Die Industrie investiert in Forschung, Entwicklung und Innovation und sichert damit die internationale Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen, Regionen und Ländern. Die im Programm INNO-KOM förderfähigen gemeinnützigen externen Industrieforschungseinrichtungen verfügen über das entsprechende Personal und die Ausstattung, um aufwändige technische und wissenschaftliche Fragestellungen zu untersuchen. Die Einrichtungen können ihre Forschungs- und Entwicklungsprojekte der Vorlaufforschung (VF) und auch der marktorientierten Entwicklung (MF) bis zu max. 550.000 Euro sowie auch investive Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der wissenschaftlich-technischen Infrastruktur finanziell unterstützen lassen.

Bedürfnisse der KMU berücksichtigen

Bundesministerin Brigitte Zypries: „Um im internationalen Innovationswettlauf zu bestehen, braucht unser Mittelstand industrienahe Forschungseinrichtungen. Deren Arbeit muss sich konkret an den Bedürfnissen der KMU orientieren und es muss sichergestellt werden, dass Forschungsergebnisse schnell in die Praxis umgesetzt werden können. Das gilt vor allem auch in strukturschwachen Regionen. Unser Programm unterstützt den Forschungstransfer in kleine und mittlere Unternehmen und hilft, Arbeitsplätze dort zu sichern, wo sie dringend benötigt werden – und zwar in Ost- und Westdeutschland. So helfen wir dabei, die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit strukturschwacher Regionen zu steigern.“

Forschung für den Mittelstand

Die gemeinnützigen externen Industrieforschungseinrichtungen

  • transferieren ihre grundlegenden Forschungs- und Entwicklungsergebnisse in Unternehmen,
  • sind Initiatoren und Moderatoren von regionalen und überregionalen Netzwerken
  • und Mittler zwischen Wissenschaftseinrichtungen und Unternehmen.

Von den Forschungsergebnissen aus diesen Einrichtungen profitieren insbesondere die kleinen und mittleren Unternehmen, die die Wirtschaft in strukturschwachen Regionen dominieren. Eine gewinnbringende Allianz, die durch das marktorientierte, branchen- und technologieoffene Förderprogramm INNO-KOM befördert wird.

„Von der Idee zum Markterfolg“

Im Bereich Forschungsinfrastruktur wurden Investitionszuschüsse für 37 Projekte mit einem Investitionsvolumen von 11,6 Millionen Euro gefördert, erstmals auch für sieben Forschungseinrichtungen in den neuen Fördergebieten Westdeutschlands, nämlich Bremen und Nordrhein-Westfalen (2,1 Millionen Euro). So wird beispielsweise ein Roboter gefördert, mit dem die Gesellschaft für angewandte Informatik e. V. (Berlin) Strategien für das Zusammenwirken von Mensch und Roboter bei Fertigungstechnik und Qualitätssicherung entwickeln kann. Oder auch ein System für den 3D-Druck komplexer Werkzeuge mit neuen Funktionalitäten, die nun bei der Forschungsgemeinschaft für Werkzeuge und Werkstoffe e. V. (Remscheid) entwickelt werden können.

Das seit 2009 bestehende technologieoffene INNO-KOM-Programm steht seit 1. Januar 2017 gemeinnützigen Forschungseinrichtungen aller strukturschwacher Regionen, also auch in Westdeutschland, zur Verfügung. Es ist ein wichtiger Baustein der Initiative „Von der Idee zum Markterfolg“ des BMWi, die die Innovationsprogramme für den Mittelstand bündelt.

Weitere Infos unter www.innovation-beratung-foerderung.de.