Bundespreis Ecodesign 2015 verliehen

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und die Präsidentin des Umweltbundesamtes, Maria Krautzberger, zeichneten am 23. November in Berlin die Gewinner des Bundespreises Ecodesign 2015 aus. Mit dem Preis werden Produkte, Dienstleistungen und Konzepte honoriert, die sowohl ökologisch als auch ästhetisch herausragen. Insgesamt wurden acht Projekte aus den Bereichen Mobilität, Logistik, Mode, Energie sowie Ernährung prämiert.

Bundespreis Ecodesign 2015 verliehen
Bundespreis Ecodesign 2015 verliehen

Berlin, 26.11.2015  Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: „Wir wollen mit dem Bundespreis Ecodesign die ökologische Produktgestaltung voran bringen. Nachhaltiger Konsum beginnt nicht erst mit einer Kaufentscheidung, sondern bereits bei der Gestaltung. Ein Großteil der Umweltwirkungen von Produkten, im Einzelfall bis zu 80 Prozent, wird bereits bei der Gestaltung vorbestimmt. Verbraucherinnen und Verbraucher werden nur dann in großer Zahl zur ökologischen Alternative greifen, wenn sie langlebiger, besser und attraktiver ist als die herkömmliche Konkurrenz. Wir wollen nachhaltigen Konsum in den Alltag bringen. Für die Konsumentinnen und Konsumenten soll die Wahl der nachhaltigeren Alternative zu einer Selbstverständlichkeit werden, die nicht vom Geldbeutel abhängen darf.“

Mit dem Bundespreis Ecodesign 2015 wurden acht Projekte ausgezeichnet:

In der Kategorie „Produkt“

Firma Engel GmbH für eine GOTS-zertifizierte Wolle-Seide-Sportwäsche, für die Wollgarne chlorfrei und ohne Chemikalien maschinenwaschbar ausgestattet werden, „hinterher.com“ für einen Fahrradanhänger, der sich unkompliziert zu Handwagen oder Sackkarre umwandeln lässt, Firma Sunlumo Technology GmbH, ein kostengünstig ohne Aluminium und Kupfer hergestellter Solarkollektor zur Wärmeversorgung in Entwicklungs- und Schwellenländern, Firma FREITAG lab. ag für eine Kollektion strapazierfähiger Freizeitkleidung aus europäischen Bastfasern mit besonders günstiger Ökobilanz.

In der Kategorie „Service“

Robert Bosch GmbH/CoremanNet für ein Internationales Logistiknetzwerk für gebrauchte Automobilteile.

In der Kategorie „Konzept“

Team Radbahn Berlin für ein Konzept für einen neun Kilometer langen, überdachten Radweg in Berlin

In der Kategorie „Nachwuchs“

Carolin Schulze, Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, für eine Alternative zum Fleischkonsum: der „falsche Hase“ gibt Insektenfleisch eine neue Form, Armin Warnecke, Muthesius Kunsthochschule für ein Logistiksystem für die Containerschifffahrt.

Die Umwelt- und Designexperten der Jury haben aus insgesamt 288 Einreichungen in den Wettbewerbskategorien Produkt, Konzept, Service und Nachwuchs 33 nominierte Projekte ausgewählt. Von denen wurden acht Projekte mit dem Bundespreis Ecodesign 2015 ausgezeichnet. Das Bundesumweltministerium und das UBA loben den Preis in Kooperation mit dem Internationalen Design Zentrum Berlin (IDZ) seit 2012 jährlich aus.

Weitere Informationen über alle Nominierten sowie die ausgezeichneten Projekte unter: www.bundespreis-ecodesign.de