Studie: Digitalisierung von Geschäftsprozessen

Die Digitalisierung von Geschäftsprozessen hat erhebliche Auswirkungen auf die Arbeitswelt und somit auch auf die Qualifikationsanforderungen. Um diese zu erfüllen, müssen Weiterbildung und Wissenserwerb der Arbeitnehmer arbeitsplatznah ermöglicht werden. Digitale Methoden zur Kompetenzvermittlung spielen dabei eine immer wichtigere Rolle. Dazu veröffentlichte die Mittelstand 4.0-Agentur Kommunikation eine Studie.

Berlin, 03.11.2016 – Die Studie der Mittelstand 4.0-Agentur Kommunikation zeigt, dass die Qualifizierung der Arbeitnehmer sowie der Wissensaustausch zukünftig eine wichtigere Rolle in Unternehmen spielen werden. Die zunehmende Digitalisierung kann dabei helfen, wenn sie zielführend eingesetzt wird. Beispielsweise durch arbeitsplatznahe Lernangebote, die in bestehende Arbeitsprozesse integriert werden können. Bisher wird diese Möglichkeit von Unternehmen kaum genutzt.

Die zunehmende Digitalisierung ist allerdings gleichzeitig Mittel und Gegenstand von Fortbildungen der Mitarbeiter. Immer mehr Betriebe erwarten Fachkenntnisse im Umgang mit digitalen Medien und bei IT-Kompetenzen.

Lernmotivation steigern und Richtlinien aufstellen

Bei der Umsetzung von digitalen Lernangeboten am Arbeitsplatz stellt nicht der technische, sondern der organisatorische und rechtliche Bereich die größte Herausforderung dar. Die Unternehmensführung muss der Fortbildung zuallererst einen hohen Stellenwert einräumen und die Lernmotivation seiner Mitarbeiter steigern und fördern. In diesem Zuge muss auch eine Arbeitszeit- und Entlohnungsregelung gefunden werden, die einem Lernen während der Arbeitszeit nicht entgegenstehen. Außerdem müssen klare Richtlinien aufgestellt werden, was die Nutzung der Technologien betrifft. Also ob eigene Geräte genutzt werden können oder wie das Thema Datenschutz behandelt werden soll.

Drei Lernmodelle während der Arbeitszeit

Um sich während der Arbeitszeit weiterbilden zu können, sind drei verschiedene Lernmodelle möglich. Diese sollten möglichst vielfältig eingesetzt werden.

  1. Kurze, interaktive Lerninhalte, wie beispielsweise Videos, lassen sich einfach in den Arbeitsprozess einbinden.
  2. Digitale Assistenzsysteme können unmittelbar bei Problemen im Arbeitsprozess Hilfestellung leisten.
  3. Austausch mit Kollegen und anderen Erfahrungsträgern helfen, neue Kompetenzen zu erwerben.

Die Veränderungen im Unternehmen sollten das Ziel haben, dass Lernen und Arbeiten langfristig in Einklang gebracht werden.

Der Zugewinn an Kompetenzen und der Wissensaustausch sollen aber nicht nur innerhalb eines Unternehmens stattfinden, sondern auch extern, beispielsweise mit Kunden und Lieferanten.

 

Die vollständige Studie steht als kostenloser Download hier zu Verfügung.