Digitalunternehmen beleben die Automobilbranche

Jedes zweite Unternehmen aus der Automobilbranche betrachtet große Digitalunternehmen als Konkurrenz. Die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt/Main startet am 17. September und steht im Zeichen der vernetzten und automatisierten Mobilität.

Digitalunternehmen sind Konkurrenz zur Automobilbranche _Günther Schad_pixelio.de
Digitalunternehmen beleben die Automobilbranche _Günther Schad_pixelio.de

Berlin, 04.09.2015 – Das Wettbewerbsumfeld in der Automobilindustrie verändert sich. Jedes zweite Unternehmen aus der Autobranche (54 Prozent) betrachtet große Digitalunternehmen wie Apple, Google oder Microsoft als Konkurrenz bei der Entwicklung disruptiver Neuerungen im Automobilsektor. Dabei halten 22 Prozent die Digitalunternehmen sogar für eine „sehr starke“ Konkurrenz, 32 Prozent für eine „eher starke“ Konkurrenz. Das teilt der Digitalverband Bitkom im Vorfeld der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt mit. Grundlage ist eine repräsentative Befragung von 100 Fahrzeugherstellern und Zulieferern im Auftrag des Bitkom. „Unternehmen aus der Digitalbranche liefern Produkte und Dienstleistungen für die vernetzte Mobilität – angefangen bei der Smartphone-App, die Wartungshinweise gibt, über Sensoren, die beim Einparken helfen, bis hin zum Minicomputer, der das Auto selbstständig steuert. Und sie forschen an selbstfahrenden Autos“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Mit ihren Innovationen würden die Digitalunternehmen dazu beitragen, den Verkehr sicherer, effizienter und ressourcenschonender zu machen. Rohleder: „Digitalunternehmen werden den Mobilitätsmarkt stark beleben. Dabei sind sie vor allem eines: innovationsstarke Partner der Automobilindustrie und ihrer Zulieferer.“

13 Prozent betrachten Start-ups als ernstzunehmende Mitbewerber für disruptive Neuentwicklungen. „Was den wachsenden IT-Anteil in den Autos angeht, können Start-ups mit Kreativität und Innovationskraft punkten“, so Rohleder. Deshalb sollten sie nicht unterschätzt werden, wie das Beispiel Tesla zeige.