Hand mit rechner und Rechnung

DIHK: Abbau kalte Progression ist richtig

Eine Rückführung der kalten Steuerprogression (kalte Progression), wie sie aktuell in der Bundesregierung diskutiert wird, wäre nach Einschätzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) durchaus realisierbar.

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Kalte Progression pixabay.de

Berlin, 22.09.2014 – Das Phänomen ist gut für den Fiskus, aber schlecht für die Steuerzahler: Werden die Eckwerte des Einkommensteuertarifs nicht an Preissteigerungen angepasst, führt eine entsprechend hohe Inflation dazu, dass Lohnsteigerungen durch Steuermehrbelastungen wieder aufgezehrt werden.

Während Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel das Thema kalte Progression nun anpacken möchte, sieht Bundeskanzlerin Angela Merkel dafür derzeit keine finanziellen Spielräume.

DIHK sieht Handlungsbedarf für kalte Progression

Anders der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks: „Der Abbau der kalten Progression ist richtig“, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Dadurch würden insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen sowie Fachkräfte von heimlichen Steuererhöhungen verschont.“

Ein solcher Abbau müsse allerdings „eine echte Entlastung sein, die nicht an anderer Stelle durch offene oder versteckte Steuererhöhungen wieder zunichte gemacht wird“, betonte Dercks.

Er zeigte sich überzeugt, dass dies angesichts von Steuereinnahmen auf Rekordniveau auch möglich sei, ohne das Ziel der Haushaltskonsolidierung zu gefährden. „Voraussetzung bleibt jedoch eine sparsame Haushaltsführung und keine neuen konsumtiven Ausgaben“, so der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer.