Amarturenbrett eines Autos

DIHK kritisiert Ausweitung der Maut auf kleinere LKW

Die am 1. Oktober 2015 in Kraft getretene Ausweitung der Mautpflicht auf Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen ab 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht bewertet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) als unangemessen.

Amarturenbrett eines Autos
Guenter Hamich_pixelio.de

Berlin, 5. Oktober 2015 – „Die Straßennutzer zahlen schon heute über Steuern und Entgelte wesentlich mehr, als Bund, Länder und Kommunen überhaupt für den Straßenverkehr ausgeben“, sagte der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks der „Passauer Neuen Presse“. Den Einnahmen von jährlich mehr als 52 Milliarden Euro stünden nur rund 20 Milliarden Euro Ausgaben gegenüber.

„Die Ausweitung der Maut auf kleinere LKW soll zusätzlich 300 Millionen Euro jährlich einbringen“, so Dercks. „Angesichts des krassen Missverhältnisses zwischen Einnahmen und Ausgaben führt das bei den betroffenen – in der Regel mittelständischen – Betrieben zu großem Unverständnis.“

Bei der Maut Abrechnungsmonopol von Toll Collect

Das „Monopol“ der Abrechnung liegt in Deutschland in Händen der Toll Collect. Über eine On-Board-Unit (OBU) können Speditionen ihre Mautgebühren nach gefahrenen Kilometern bargeldlos abrechnen. 820.000 Fahrzeuge sind laut Aussagen des Unternehmens mit einer OBU ausgestattet. Unternehmen, die keine On-Board-Unit in ihren Fahrzeugen einbauen möchten oder können, haben die Möglichkeit die Maut über insgesamt 3400 Maut-Terminals einzubuchen oder über ein Online-Verfahren, für das sie ihre Firma registrieren müssen, abzurechnen.

weitere Informationen zu der LKW-Maut und der Ausweitung auf kleinere LKWs unter www.beraternews.net/recht/gesetzgebung/ausweitung-der-mautpflicht-fuer-lastkraftwagen-3577724/.