DIHK veröffentlicht Arbeitsmarktreport 2018

Die Fachkräfteengpässe in den Unternehmen in Deutschland weiten sich aus und werden zur Herausforderung für die gesamte Wirtschaft. So fasst es der Arbeitsmarktreport 2018 des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) zusammen.

Berlin, 15.03.2018 – Die Auswertung „Fachkräfte gesucht wie nie!“ beruht auf knapp 24.000 Unternehmensantworten. Mittlerweile ist für 60 Prozent der deutschen Betriebe der Fachkräftemangel das Geschäftsrisiko Nummer eins, 2010 waren es lediglich 16 Prozent.

Insgesamt rund 1,6 Millionen Stellen in Deutschland könnten nach DIHK-Hochrechnungen längerfristig nicht besetzt werden, erläuterte Dercks. Entsprechend fürchte fast die Hälfte aller Befragten um ihre Wachstumspotenziale, beinah ebenso viele rechneten mit Angebotseinschränkungen oder damit, Aufträge ablehnen zu müssen.

Plädoyer für eine umfassende Fachkräftesicherungsstrategie

Besonders betroffen ist der Erhebung zufolge die Baubranche, aber auch die Gesundheits- und Sozialdienstleister, Logistik- und Verkehrsunternehmen, die Bildungswirtschaft sowie das Gastgewerbe und die Sicherheitswirtschaft.

Das Fehlen qualifizierter Mitarbeiter sei inzwischen ein „volkwirtschaftlicher Engpass“, sagte der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks, und verwies etwa auf die negativen Folgen für den Infrastruktur-Ausbau oder mangelnde Transportkapazitäten aufgrund von Fahrermangel.

Dercks plädierte deshalb für eine umfassende Fachkräftesicherungsstrategie mit den wichtigsten Elementen Ausweitung der Beschäftigungspotenziale, Stärkung der Beruflichen Bildung und qualifizierte Zuwanderung.

Sie finden das komplette Statement hier sowie den DIHK-Arbeitsmarktreport 2018 hier zum Download.