Ein Ausblick: Deutsche Volkswirtschaft 2016

Aktuell ist die deutsche Volkswirtschaft stabil. Was vor allem an der großen Anzahl von Unternehmen liegt. Doch in einer aktuellen Studie warnen Experten vor Veränderungen im kommenden Jahr.

Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent in 2016 erwartet
Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent in 2016 erwartet

Göttingen, 26.11.2015 – Dank sinkender Arbeitslosenzahlen, vollen Auftragsbüchern und Unternehmen, die investieren, liegt die deutsche Wirtschaft laut einer Studie stabil im Mittelfeld. Doch für 2016 sehen die Aussichten nicht mehr ganz so rosig aus, wie Experten befürchten. Für die Studie wurden von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft RSM 410 Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und weitere Berufsträger sowie 291 Unternehmer aus mehreren Ländern befragt. Das Ergebnis zeigt, dass die deutsche Volkswirtschaft zwar auf Hochtouren läuft, die wirtschaftliche Dynamik ist im internationalen Ländervergleich allerdings weniger stark ausgeprägt. Zu den wettbewerbsfähigsten Ländern der Welt zählen, laut IMD World Competitiveness Ranking 2014, die USA (Platz 1), die Schweiz (Platz 2) und Singapur (Platz 3). Deutschland liegt auf Platz 6.

Auch in Punkto Wirtschaftswachstum liegt Deutschland zusammen mit Australien und Frankreich im stabilen Mittelfeld. Das Wachstum der deutschen Wirtschaft wird von Experten für 2016 auf 1,7 Prozent geschätzt. Denn die große Nachfrage nach Produkten, die in Deutschland hergestellt wurden, sorgt weiterhin für Aufträge und hohe Steuereinnahmen. Probleme könnten entstehen, wenn zum einen der Fachkräftemangel nicht behoben wird und zum anderen, wenn die Zahl der Unternehmer sinkt. Lediglich sieben Prozent der befragten deutschen Experten gehen von einer Zunahme von Unternehmen mit mindestens zehn Mitarbeitern aus. Dagegen prognostizieren mehr als die Hälfte der Experten aus anderen Ländern ein Wachstum der mittelständischen Unternehmen.