Schild

Es fehlt nicht an Unternehmergeist

Die Zahl der gewerblichen Existenzgründungen in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2014 wei­ter gesunken. Dies ist jedoch kein Zeichen dafür, dass es in Deutschland an Unternehmer­geist fehlt. Das hat das Institut für Mittelstandsforschung veröffentlicht.

 

Schild
Unternehmergeist Jilly Bean_pixelio.de

Bonn, 31.10.2014 – Jede Gründungsentscheidung ist von verschiedenen Faktoren abhängig: Die individuellen Arbeitsmarkt­möglichkeiten spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Bewertung der Chancen und Risiken, mit denen jede Unternehmensgründung ver­bunden ist.

In den vergangenen Jahren hat es zweifellos die Arbeitsmarktlage gut qualifizierten Per­sonen erleichtert, eine abhängige Beschäftigung zu finden. Daneben war zu beobachten, dass das gewerbliche Gründungsgeschehen seit der Novellierung der Handwerksordnung im Jahre 2004 stark durch ausländische Existenzgründer beeinflusst wurde. Auffällig hoch war dabei der Anteil von Bürgern osteuropäischer EU-Beitrittsstaaten, die zunächst noch nicht die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit besaßen.

 Trotz Unternehmergeist – Rückgang bei Gründungsgeschehen

Im ersten Halbjahr 2014 gingen diese Anteile erstmals spürbar zurück. Dafür stieg im Ver­gleich zu Anfang 2013 die Anzahl der Nebenerwerbsgründungen leicht an. Viele poten­zielle Existenz­gründer versuchen so, zunächst die Marktchancen für ihr Produkt oder ihre Dienst­leistung einzuschätzen, bevor sie ihre persönliche Existenz davon abhängig machen. In diesem Zusammen­hang steht auch die Tatsache, dass eine steigende Zahl an Grün­dern alleine startet – und auch dauerhaft keine Mitarbeiter einstellt.

Vergessen darf man auch nicht die Gründungswilligen, die lieber ein bestehendes Unter­nehmen übernehmen. Von ihnen gehen ebenfalls wichtige Impulse für die Volkswirt­schaft aus.